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Lufthansa Group ordnet die Spitze neu: Wolfensberger, Spohr und Kircher übernehmen

Veröffentlicht am: Ralf Zmölnig CEO u. CvD Park-Sleep-Fly
Edi Wolfensberger will become the new CEO of Edelweiss as of 1 October 2026 Matthias Spohr will become the new COO of Eurowings as of 1 October 2026 Michael Kircher will become the new CEO of Lufthansa City Airlines and Co-Managing Director of Lufthansa
Drei lächelnde Geschäftsleute vor Flughafen- und Bürohintergründen – Teamporträts einer Führungsebene.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Lufthansa Group vollzieht zum Herbst einen umfassenden Führungswechsel in drei Konzerngesellschaften. Ab 1. Oktober übernimmt Edi Wolfensberger, bislang COO bei Eurowings, das CEO-Amt bei der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss (ZRH) und folgt auf Bernd Bauer, der den Konzern verlässt. Die frei werdende COO-Rolle bei Eurowings besetzt Matthias Spohr, der seit 2021 die Lufthansa Aviation Training leitete und als Airbus-A320-Kapitän aktiv ist. Zum 1. November wird Michael Kircher, aktuell Head of Training bei Austrian Airlines (VIE) und Kapitän auf der A320-Familie, neuer CEO von Lufthansa City Airlines sowie Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH. Sein Vorgänger Peter Albers konzentriert sich künftig auf seine Tätigkeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines.

Drei Führungswechsel auf einen Streich: Der Überblick

Wer im Herbst über Frankfurt, Zürich oder Wien in den Flieger steigt, tut das mit einer teils frisch besetzten Führungsetage im Rücken. Die Lufthansa Group zieht in drei ihrer Konzerngesellschaften gleichzeitig die operativen Zügel neu, und die Wechsel greifen wie Zahnräder ineinander. Der Abgang von Edi Wolfensberger als COO bei Eurowings öffnet die Tür für Matthias Spohr, während der Weggang von Bernd Bauer bei Edelweiss den Weg für genau diesen Wolfensberger frei macht. Und bei Lufthansa City Airlines übernimmt Michael Kircher ein Amt, das Peter Albers planmäßig zurück in Richtung Cockpit tauscht. ✈

Konkret bewegt sich Folgendes: Wolfensberger wechselt zum 1. Oktober vom COO-Sessel bei Eurowings an die Spitze von Edelweiss in Zürich. Zum selben Datum rückt Spohr, bisher Leiter der Lufthansa Aviation Training, als neuer COO bei Eurowings nach. Einen Monat später, zum 1. November, übernimmt Kircher das CEO-Amt bei Lufthansa City Airlines und wird zusätzlich Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH. Kommuniziert wurde die Rochade aus Frankfurt am Main am 31. Juli, gebündelt für alle drei Positionen. Wer die Entwicklungen rund um Airlines und Luftverkehr im Blick behalten will, findet in der Kategorie Allg. News zu Airlines, Flugverkehr und mehr regelmäßig neue Beiträge dazu.

PersonBisherige FunktionNeue FunktionWirksamkeit
Edi WolfensbergerCOO EurowingsCEO Edelweiss (ZRH)1. Oktober
Matthias SpohrLeiter Lufthansa Aviation TrainingCOO Eurowings1. Oktober
Michael KircherHead of Training Austrian Airlines (VIE)CEO Lufthansa City Airlines + Co-GF Lufthansa Aviation GmbH1. November
Bernd BauerCEO Edelweiss (ZRH)Verlässt Lufthansa Group1. Oktober
Peter AlbersCEO Lufthansa City Airlines (seit Oktober 2024)Kapitän Lufthansa Airlines (Vollzeit)1. November
Führungswechsel in der Lufthansa Group ab Herbst: Alle drei Personalbewegungen im Überblick

Auffällig an der Übersicht ist die kettenartige Logik: Kein Wechsel steht isoliert, jeder eröffnet den nächsten. Für Reisende hat das zunächst keine spürbaren Folgen im Buchungsalltag, aber es zeigt, wie stark der Konzern auf interne Talentpfade setzt, um die operativen Schlüsselrollen zu besetzen.

Edi Wolfensberger übernimmt Edelweiss: Ein Schweizer kehrt nach Hause zurück

Lächelnder Mann im Anzug auf Flugplatz mit Flugzeugheck und Markenlogo im Hintergrund, Porträt von Edi Wolfensberger
Lächelnder Edi Wolfensberger vor Flugzeug am Flughafen

Wenn ein Schweizer Manager nach Jahren in Köln, Brüssel und wieder auf Konzernebene an die Spitze der Schweizer Ferienfluggesellschaft rückt, hat das Symbolcharakter. Edi Wolfensberger übernimmt zum 1. Oktober das CEO-Amt bei Edelweiss mit Heimatbasis Zürich (ZRH), dem klassischen Ferienflieger der Lufthansa Group für Sonnenziele, Fernstrecke und die klassische Familienurlaubs-Klientel.

Sein Karriereweg passt zu dieser Rolle wie ein maßgeschneiderter Anzug. Wolfensberger startete 2008 bei Swiss International Air Lines (SWISS), sammelte in den Folgejahren Führungsverantwortung in mehreren Konzerngesellschaften, leitete als Geschäftsführer die Lufthansa Aviation Training Switzerland und war anschließend COO und Accountable Manager bei Brussels Airlines (BRU). Als Accountable Manager verantwortet man dabei gegenüber der nationalen Luftfahrtbehörde den sicheren und regelkonformen Flugbetrieb einer Airline, ein Amt mit Gewicht und Haftung. Zuletzt hielt er als COO bei Eurowings die operativen Fäden einer der größten Punkt-zu-Punkt-Airlines Europas in der Hand. Dass er nun bei Edelweiss übernimmt, ist damit weniger Neuanfang als konsequente Fortsetzung eines Weges, der ihn systematisch durch die Netzwerklogik des Konzerns geführt hat.

Er trifft auf eine Airline, die sein Vorgänger sauber übergibt. Edelweiss gilt innerhalb der Gruppe als Vorzeigeflieger im Ferien- und Touristiksegment, entsprechend gering ist der akute Sanierungsdruck. Für Wolfensberger dürfte es eher darum gehen, das bestehende Profil zu pflegen und Edelweiss stärker in die Group-weite Logik einzubinden, ohne die eigene Handschrift der Schweizer Marke zu verwischen.

Bernd Bauer: Bilanz eines langjährigen Ferienflieger-Managers

Porträt eines lächelnden Mannes im Anzug vor einem Flugzeug mit rotem Heck und Alpenblumen-Logo am Himmel
Bernd Bauer lächelt vor Flugzeugheck mit Blumen-Logo am Himmel

Bernd Bauer ist einer der stillen Architekten der Ferienfliegerei innerhalb der Lufthansa Group. Seine Karriere in der Luftfahrt begann 1994 bei Crossair, ab 2002 folgten verschiedene Führungsfunktionen bei SWISS, bevor er 2014 das CEO-Amt bei Edelweiss übernahm, das er über eine gute Dekade prägte. Von 2022 bis 2025 leitete er zusätzlich als CEO die Ferienfluggesellschaft Discover Airlines und positionierte die noch junge Airline im deutschen Privatreise- und Touristikmarkt, also genau in dem Segment, das für Familien mit Auto-Anreise zum Flughafen relevant ist — und damit auch für alle, die beim Parken am Flughafen auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten.

Zum 1. Oktober verlässt Bauer den Konzern. Konzernintern wird sein Weggang mit deutlicher Anerkennung begleitet: Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group, würdigt Bauers unternehmerischen Weitblick, seine Leidenschaft und die Führungsstärke, mit der er sowohl Edelweiss als auch Discover Airlines auf einen nachhaltigen Wachstumspfad gebracht habe. Was danach kommt, hat er selbst noch nicht öffentlich sortiert, für einen Manager mit rund drei Jahrzehnten in der Luftfahrt bleiben die Optionen breit.

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Matthias Spohr als neuer Eurowings-COO: Vom Trainingschef in den operativen Kern

Mann im Anzug lächelt vor unscharfem Lufthansa-Logo, Business-Porträt in heller Büroumgebung
Matthias Spohr in Anzug vor unscharfem Lufthansa-Logo.

Wer als COO, also als Chief Operating Officer, den laufenden Flugbetrieb einer Airline verantwortet, sollte den Betrieb nicht nur aus PowerPoint kennen, sondern aus erster Reihe. Matthias Spohr bringt genau diese Mischung mit, und zwar in einer eher seltenen Doppelrolle.

Spohr ist seit 2013 im Lufthansa Konzern aktiv. Er war Flottenchef bei Germanwings, übernahm anschließend die Leitung des Flugbetriebs bei Eurowings und wechselte 2021 an die Spitze der Lufthansa Aviation Training, der konzernweiten Ausbildungsgesellschaft für Cockpit- und Kabinenpersonal. Er hält eine Ausbilder-Lizenz für die Airbus-A320-Familie und fliegt aktuell parallel zu seinen Managementaufgaben als Kapitän bei Lufthansa Airlines. Dieser rote Faden aus Flugbetrieb, Ausbildung und aktiver Cockpit-Praxis ist genau die Kombination, die eine COO-Rolle bei einer Airline mit hoher Frequenz und dichter Umlaufplanung glaubwürdig ausfüllt.

Zum 1. Oktober übernimmt Spohr die operative Verantwortung bei Eurowings, jener Airline, die für viele Reisende ab Köln, Düsseldorf, Hamburg oder Stuttgart das gewohnte Bild am Gate ist. Eine offene Frage bleibt: Wer folgt ihm an der Spitze der Lufthansa Aviation Training? Der Konzern hat angekündigt, diese Nachbesetzung schnellstmöglich zu entscheiden, ein konkreter Name steht bislang nicht in der Auslage. 🅿 Für dich als Reisende oder Reisender heißt das im Alltag zunächst wenig, für die Piloten- und Kabinen-Community aber sehr viel, denn die Trainingsstrategie prägt indirekt Dienstpläne, Flottenpolitik und Zuverlässigkeit.

Michael Kircher führt Lufthansa City Airlines: Österreichische Trainingsexpertise für die jüngste Konzernairline

Porträt eines lächelnden Mannes mit Brille im dunkelblauen Anzug und weißem Hemd in heller Büroumgebung
Porträt Michael Kircher, im Anzug mit Brille und freundlichem Lächeln.

Die dritte Personalentscheidung ist die vielleicht spannendste, weil sie die jüngste Airline der Gruppe betrifft. Michael Kircher übernimmt zum 1. November als CEO und Accountable Manager die Lufthansa City Airlines und wird zusätzlich Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH. Er kommt von Austrian Airlines mit Basis Wien (VIE), wo er als Nominated Person Crew Training und Head of Training verantwortet, wie Cockpit- und Kabinenpersonal ausgebildet wird. Nominated Person Crew Training bedeutet dabei, dass er von der Luftfahrtbehörde als verantwortliche Person für die Ausbildungsprogramme anerkannt ist, ein hochregulierter Posten mit direkter Sichtbarkeit gegenüber den Aufsichtsbehörden.

Dazu kommt: Kircher fliegt selbst als Kapitän auf der Airbus-A320-Familie und übernahm bei Austrian Airlines interimistisch auch die Rolle des Accountable Managers, also die oberste betriebliche Verantwortung gegenüber der Behörde. Diese Kombination aus Ausbildungsleitung, Compliance-Erfahrung und aktiver Cockpit-Praxis ist für eine Airline, die noch im Aufbau ist, alles andere als Zufall.

Er übernimmt von Peter Albers, der Lufthansa City Airlines seit Oktober 2024 als CEO geführt und die Gesellschaft von der Gründung über den Betriebsstart bis heute geprägt hat. Zuvor hatte Albers als Accountable Manager unter anderem das Transportmanagement von Lufthansa Cargo verantwortet. Nun kehrt er, wie seit Längerem geplant, vollständig ins Cockpit zurück und konzentriert sich auf seine Tätigkeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines. Heiko Reitz, Bereichsvorstand Lufthansa Airlines, würdigt diesen Weg: Albers habe in einer herausfordernden Zeit Verantwortung übernommen und mit seinem Team die Basis für nachhaltiges Wachstum bei City Airlines geschaffen; auf die Zusammenarbeit mit Kircher, der bei Austrian Airlines viel bewegt habe, blicke er mit Freude.

Lächelnder reifer Geschäftsmann mit grauem Bart und blauem Anzug in heller Büroumgebung
Peter Albers mit offenem Lächeln im modernen Büroflur

Für Lufthansa City Airlines, die im Auftrag des Konzerns Regional- und Zubringerverkehre auf modernen Jets fliegt, ist der Zeitpunkt bemerkenswert. Eine junge Airline in der Expansionsphase braucht vor allem eines: skalierbare Ausbildungs- und Betriebsstrukturen. Genau dieses Profil bringt Kircher aus Wien mit.

Was diese Führungswechsel für die Lufthansa Group bedeuten könnten

Drei operative Schlüsselrollen gleichzeitig zu bewegen, ist mehr als eine Personalverschiebung, das ist eine Aussage über Selbstverständnis und Talentstrategie. Auffällig ist, dass zwei der drei neuen Chefs, Wolfensberger und Spohr, direkt aus dem Konzernverbund kommen, und selbst Kircher wechselt lediglich von der Schwestergesellschaft Austrian Airlines. Die Lufthansa Group setzt hier sichtbar auf interne Karrieremobilität statt auf externe Wetten, was mittelfristig Stabilität, Kulturkontinuität und schnellere Einarbeitungszeiten verspricht.

Interessant ist auch ein technischer Nenner: Alle drei sind mit der Airbus-A320-Familie eng vertraut, sei es über frühere Stationen bei SWISS und Brussels Airlines, als aktive Kapitäne oder als lizenzierte Ausbilder. Diese gemeinsame Plattform-Kenntnis dürfte das Zusammenspiel zwischen den Gesellschaften erleichtern, gerade in Fragen von Crew-Ausbildung, Flotteneinsatz und wechselseitiger Unterstützung im Betrieb. Wolfensbergers Schweizer Wurzeln in Kombination mit seiner Eurowings-Erfahrung könnten Edelweiss stärker in gruppenweite Netzwerklogik einbinden, ohne die Marke zu verwässern. Spohr, der als aktiver Pilot den Betrieb kennt, dürfte bei Eurowings eine besondere Glaubwürdigkeit in der Pilotenführung mitbringen. Und Kirchers Trainingsprofil könnte für eine wachsende Airline wie Lufthansa City Airlines der entscheidende Hebel sein, um Ausbildung, Sicherheit und Wachstum in einen tragfähigen Takt zu bringen.

Ein Nebenschauplatz bleibt spannend: Die Leitung der Lufthansa Aviation Training ist mit dem Wechsel von Spohr vakant. Weil diese Gesellschaft Ausbildungsleistungen für praktisch alle Konzernairlines erbringt, ist die Nachbesetzung kein internes Detail, sondern ein konzernweites Thema. Wer immer diesen Posten übernimmt, prägt indirekt den Nachwuchs für Cockpit und Kabine über alle beteiligten Marken hinweg.

Führungsübergaben im Herbst: Der Konzern setzt auf bewährte interne Talente

Für dich als Reisende oder Reisender ändert sich am Buchungstag zunächst nichts, kein Flug fällt aus, kein Ziel verschwindet aus dem Flugplan. Was sich ändert, ist die Führungsebene hinter den Kulissen. Mit Wolfensberger, Spohr und Kircher besetzt die Lufthansa Group drei zentrale operative Rollen mit Führungskräften, die den Konzern gut kennen und über Airbus-A320-Erfahrung als gemeinsamen Nenner verfügen. Bis zu den Amtsübergaben am 1. Oktober und 1. November führen die bisherigen Amtsinhaber ihre Bereiche regulär weiter. Und wenn du sowieso am Vorabend eines Frühfluges anreist, im Hotel mit Parken am Flughafen entspannt zu Abend isst, normal schläfst und ohne Stau-Stress in den Flieger startest, wirst du von der Rochade schlicht gar nichts merken, außer vielleicht in ein paar Monaten an einer etwas geschärften Handschrift bei Edelweiss, Eurowings oder Lufthansa City Airlines. 😉

Häufige Fragen zu den Führungswechseln in der Lufthansa Group

Wer wird neuer CEO von Edelweiss?

Edi Wolfensberger übernimmt zum 1. Oktober das CEO-Amt bei Edelweiss (ZRH). Er war zuvor Chief Operating Officer (COO) bei Eurowings und ist Schweizer Staatsbürger.

Wer folgt Edi Wolfensberger als COO bei Eurowings?

Matthias Spohr wird zum 1. Oktober neuer COO bei Eurowings. Er leitete seit 2021 die Lufthansa Aviation Training und hält eine Ausbilder-Lizenz für die Airbus-A320-Familie.

Wer leitet künftig Lufthansa City Airlines?

Michael Kircher übernimmt zum 1. November das CEO-Amt sowie die Funktion des Accountable Managers bei Lufthansa City Airlines. Er kommt von Austrian Airlines (VIE), wo er als Head of Training und Kapitän tätig war.

Was ist ein Accountable Manager in einer Fluggesellschaft?

Der Accountable Manager ist die gegenüber der nationalen Luftfahrtbehörde verantwortliche Person für den sicheren und regelkonformen Flugbetrieb der Airline. Sowohl Wolfensberger (bei Brussels Airlines) als auch Kircher (interimistisch bei Austrian Airlines und künftig bei Lufthansa City Airlines) haben diese Funktion inne bzw. innegehabt.

Warum verlässt Peter Albers den CEO-Posten bei Lufthansa City Airlines?

Peter Albers gibt das CEO-Amt planmäßig ab und kehrt vollständig zu seiner Tätigkeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines zurück. Dieser Schritt war seit Längerem so geplant.

Stand: Juli 2026


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