Kostenlos parken am Flughafen Memmingen? „Wer falsch parkt, wird abgeschleppt“
„Kostenlos parken Flughafen Memmingen“: Diese Suchanfrage tippen jeden Tag Menschen ein, die gerade einen Flug für 23,99 Euro gebucht haben und sich fragen, warum das Auto für eine Woche mehr kosten soll als der Flug selbst. Die Rechnung klingt verlockend: ein paar Kilometer weiter in eine Wohnstraße, Auto abstellen, Taxi zum Terminal, fertig. Nur hat sich rund um den Allgäu Airport inzwischen eine klare Zweiteilung herausgebildet: In Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen wird konsequent abgeschleppt, im Memminger Osten ist das Parken formal noch erlaubt und genau deshalb eskaliert dort der Nachbarschaftsärger. Ich zeige dir, wo welche Regel gilt und warum die Sparrechnung trotzdem fast immer verliert.
Inhaltsverzeichnis
🚗 Vier Kilometer, die alles verändern sollen
Der Allgäu Airport liegt günstig für diese Idee. Von der Bergermühlstraße im Osten Memmingens sind es nur rund vier Kilometer bis zum Terminal. Vier Kilometer, die sich mit dem Taxi überbrücken lassen, und schon ist die Parkgebühr angeblich gespart. Bei Ryanair und Wizz Air, den beiden Billiganbietern des Flughafens, kostet der Flug selbst oft weniger als der Stellplatz für zehn Tage. Da setzt der Reflex ein.
Nur: Ein Kapazitätsproblem gibt es am Flughafen gar nicht. Je nach Zählweise stehen rund 4.670 bis 5.200 offizielle Stellplätze zur Verfügung, betrieben von mehreren Anbietern, und selbst im August lag die Auslastung unter 90 Prozent. Es geht also nie um „kein Platz da“. Es geht ausschließlich ums Sparen. Und genau deshalb trifft es Menschen, die mit dem Flughafen nichts zu tun haben, außer dass sie „leider“ in diesem Einzugsbereich wohnen.
😤 Memminger Osten: Bergermühlstraße, Kneippstraße und das Kalker Feld
Wo die Ausweichbewegung ankommt, lässt sich an Straßennamen ablesen. Betroffen sind im Memminger Osten vor allem die Augsburger Straße, die Bergermühlstraße, die Schweitzerstraße, die Kneippstraße und die Münchner Straße sowie der Bereich Kalker Feld, der zwischen Münchner Straße und Augsburger Straße Richtung Künersberg liegt und damit so nah am Flughafen liegt wie kaum ein anderes Memminger Wohngebiet. Von der Bergermühlstraße sind es rund vier Kilometer bis zum Terminal.
Wer dort am Wochenende entlangfährt, braucht keine Statistik, ein Blick auf die Nummernschilder genügt. Dokumentiert sind Kennzeichen aus München, Kempten, Biberach, Aichach-Friedberg, Stuttgart, Karlsruhe und Böblingen, dazu Fahrzeuge aus Lettland, Polen und Rumänien etc.. Anwohner sind das erkennbar keine, Besuch auch nicht, jedenfalls keiner, der zehn Tage bleibt.
Für die Menschen, die dort wohnen, ist das kein abstraktes Ärgernis, sondern eine tägliche Rechenaufgabe: Wer abends von der Spätschicht kommt oder mit vollen Einkaufstaschen zurückfährt, findet vor dem eigenen Haus nichts mehr. Die Lokalberichterstattung der vergangenen Jahre zeigt, wie weit der Frust inzwischen geht; einzelne Anwohner haben sich mit selbstgeschriebenen Schildern beholfen, andere mit Beschwerdebriefen an die Stadtverwaltung. Verschärft hat sich die Lage ausgerechnet durch die Erfolge der Nachbargemeinden: Je konsequenter Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen durchgreifen, desto mehr Fahrzeuge rücken auf Memminger Stadtgebiet nach.
Das Perfide daran: In diesen Straßen ist das Parken bislang völlig legal. Die Stadt Memmingen mit ihren gut 46.000 Einwohnern hat bewusst auf Halteverbotszonen verzichtet, weil sie dann gebührenpflichtige Anwohnerausnahmegenehmigungen ausstellen müsste, was nach Angaben der Verwaltung einen enormen Verwaltungsaufwand bedeuten würde. Für Flugreisende auf Spartrip heißt das: Eine Großstadt ist unübersichtlicher als ein 3.000-Einwohner-Dorf, das Auto fällt weniger auf. Für die Menschen in der Kneippstraße heißt es: Sie haben keine Handhabe und trotzdem den Ärger.
🚫 „Wer falsch parkt, wird abgeschleppt“: Memmingerberg macht ernst

Ganz anders sieht es direkt am Flughafengelände aus. Memmingerberg zählt rund 3.300 Einwohner und ist damit klein genug, dass ein fremdes Auto über Tage auffällt. Die Gemeinde hat die Geduld verloren, und zwar spätestens, als Dauerparker auch die Stellplätze am Rathaus belegten. Bemerkenswert daran ist die Logik dahinter: Vom Rathaus bis zum Terminal ist es zu Fuß ein ordentlicher Marsch, mit Koffer erst recht. Offenbar war selbst das noch die Taxifahrt wert, Hauptsache, am Flughafen fällt keine Parkgebühr an.
Seit rund drei Jahren gilt deshalb in Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen ein großflächiges eingeschränktes Halteverbot: zwischen 8 und 18 Uhr, mit Parkscheibe maximal vier Stunden. Für Urlaubsparken ist damit schlicht kein Raum mehr. Die Ansage aus dem Rathaus ist seit Längerem eindeutig: Wer falsch parkt, wird abgeschleppt.
Wie ernst es gemeint ist, steht schwarz auf weiß in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg und der Polizeiinspektion Memmingen. Und dort stehen drei Sätze, die jeder lesen sollte, der mit dem Gedanken spielt.
Erstens gilt die Zone flächendeckend, nicht straßenweise. Beschildert sind die Ortszufahrten und die ausgewiesenen Zonenbereiche, und ab dort erfasst die Regelung sämtliche Verkehrsflächen im Inneren. Wer also am Ortseingang an einem Schild vorbeifährt und drei Straßen weiter eine unbeschilderte Ecke findet, steht trotzdem im Verbot. Das Zonenschild kombiniert dabei vier Angaben: Halteverbot, Geltungszeit 8 bis 18 Uhr, vier Stunden frei mit Parkscheibe und der ausdrückliche Hinweis, dass widerrechtlich geparkte Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden.
Zweitens braucht es keine Behinderung. Das ist der Punkt, an dem sich die meisten verrechnen. Maßgeblich ist bereits das längere unbeaufsichtigte Abstellen im Verbotsbereich; darauf folgen Verwarnung oder Anzeige und das kostenpflichtige Abschleppen. Behörden und Polizei stellen dazu klar, dass dies auch innerhalb der eingeschränkten Halteverbotszone gilt und dass niemand konkret behindert sein muss. Das beliebte Argument, man habe doch niemandem im Weg gestanden, verfängt hier also nicht. Bei Feuerwehrzufahrten, Anfahrtszonen, Rettungswegen und Engstellen wird eh sofort abgeschleppt.
Drittens schützt das heimische Kennzeichen niemanden. Kontrolliert wird nach Verstoß, nicht nach Herkunft: Anwohner, Besucher und Einheimische fallen unter dieselbe Regelung wie Urlauber von weit her. Umgekehrt lässt ein auswärtiges Kennzeichen längst nicht mehr auf einen Flugreisenden schließen, weil auch Ortsansässige und privat genutzte Firmenwagen so unterwegs sein können. Wer also darauf hofft, im Zweifel als Einheimischer durchzugehen, hofft vergeblich.
Und das ist keine Drohkulisse. Allein 2024 wurden rund um den Flughafen etwa 130 Fahrzeuge abgeschleppt. Im September 2024 erwischte es an einem Sonntag vier Autos, zwei davon blockierten die Zufahrt zum Airport und einen Rettungsweg. Im Mai 2026 ließ die Grenzpolizeiinspektion Memmingen erneut fünf Fahrzeuge abschleppen; alle fünf waren zuvor bereits verwarnt worden und standen trotzdem weiter im Verbot. Nach übereinstimmenden Berichten aus den Gemeinden wirkt das Durchgreifen: Die Zahl der Falschparker ist dort spürbar zurückgegangen.
Auch die naheliegenden Ausweichflächen sind keine Lücke im System. Ein Wanderparkplatz am Waldrand bei Trunkelsberg mag auf der Karte nach einer eleganten Lösung aussehen, in einem Ort dieser Größe fällt ein tagelang abgestelltes Auto mit fremdem Kennzeichen dort aber sofort auf. Und wo das eigene Fahrzeug nach dem Abschleppen gelandet ist, verrät die Gemeinde gleich selbst: über die Telefonnummer der Polizeiinspektion Memmingen.
💸 Die ehrliche Rechnung: Was „kostenlos“ am Ende kostet
Rechnen wir den Sparversuch einmal komplett durch, so wie er im schlechtesten Fall abläuft:
- Verwarnungsgeld der kommunalen Verkehrsüberwachung: rund 40 Euro
- Gebühr für das polizeiliche Tätigwerden: rund 59 Euro
- Abschleppkosten: üblicherweise 500 bis 600 Euro
- Verwahrgebühren beim Abschleppunternehmen, abhängig von der Standdauer
- Taxi zum Terminal und zurück, in Memmingen deutlich teurer als aus Memmingerberg
Unterm Strich steht regelmäßig ein mittlerer dreistelliger Betrag, im ungünstigen Fall mehr. Gegen einen Stellplatz für 51 Euro ist das der zehnfache Preis, und zwar für null Gegenleistung. Stattdessen: kein Auto am Flughafen, kein Geld gespart und die Suche nach einem Abschleppunternehmen, während die Kinder um Mitternacht am Gepäckband quengeln.
Dagegen steht ein gebuchter Stellplatz ab 51 Euro für sieben Tage. Ich sage das ganz offen: Ich verdiene mit gebuchten Parkplätzen Geld, und trotzdem ist diese Rechnung keine Verkaufsmasche, sondern simple Arithmetik. Der Sparversuch kostet im Ernstfall das Zehnfache des legalen Stellplatzes.
🧾 Der Teil, an den niemand denkt: das Auto wieder herausbekommen
Stell dir den Moment vor: Du landest um 21 Uhr, zwei müde Kinder, drei Koffer, und dort, wo dein Auto stand, ist nichts. Die Auskunft über den Verbleib abgeschleppter Fahrzeuge gibt die Polizeiinspektion Memmingen unter 08331/100-0. So weit der einfache Teil der Geschichte.
Die unangenehme Story folgt beim Abschleppunternehmen. Dort musst du dich als Verfügungsberechtigte oder Verfügungsberechtigter legitimieren, und zwar mit:
- einem Personaldokument
- einem Eigentums- beziehungsweise Halternachweis, also Kfz-Brief oder Fahrzeugschein, sprich Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II, beim Mietwagen der Kfz-Mietvertrag, beim Firmenwagen die Nutzungsvollmacht
- bei Personen, die nicht mit der Halterin oder dem Halter identisch sind, zusätzlich eine von der Halterin oder dem Halter unterschriebene Vollmacht
Lies diese Liste noch einmal mit Urlaubsaugen. Die Zulassungsbescheinigung Teil II, den früheren Kfz-Brief, hat kaum jemand im Handschuhfach, er liegt zu Hause im Ordner, oft mehrere hundert Kilometer entfernt. Wer den Wagen des Partners fährt oder mit dem Firmenwagen angereist ist, braucht eine unterschriebene Vollmacht, die sich um Mitternacht nicht eben besorgen lässt. Aus dem Ärgernis wird dann schnell eine zusätzliche Übernachtung.
Genau an dieser Stelle kippt für mich die ganze Diskussion. Über den reinen Preis kann man streiten, über 51 Euro für sieben Tage ehrlich gesagt kaum. Aber diese Verkettung aus Bußgeld, Abschleppkosten, Verwahrgebühren, Telefonaten und Papierkram am Ende einer Reise ist der eigentliche Preis des Sparversuchs, und der taucht in keiner Kalkulation vorher auf.
🏘️ Warum ich auch das legale Wildparken für keine gute Idee halte
Im Memminger Osten macht sich formal niemand strafbar. Trotzdem ist es die Sorte Verhalten, die eine Nachbarschaft langsam zermürbt. Eine Wohnstraße ist kein Langzeitparkplatz, auch wenn kein Schild das Gegenteil behauptet. Wer sein Auto zehn Tage vor fremden Häusern abstellt, nimmt jemandem den Platz, der abends von der Schicht kommt, und verschiebt die eigenen Reisekosten einfach auf Menschen, die nie mitgeflogen sind.

Dazu kommt der Teil, über den selten gesprochen wird: Zwei der abgeschleppten Fahrzeuge blockierten einen Rettungsweg. Solche Geschichten enden nicht bei einem genervten Nachbarn. Und ganz nebenbei ist ein Auto, das zehn Tage unbeaufsichtigt in einer fremden Straße steht, weder videoüberwacht noch gegen aufgebrochene Scheiben oder abmontierte Katalysatoren geschützt.
💋 Kiss & Fly Memmingen: die einzigen zehn Minuten parken, die wirklich kostenlos sind
Es gibt sie nämlich doch, die kostenlose Parkfläche am Flughafen Memmingen, und sie heißt Kiss and Fly. Sie ist nur nicht für den Urlaub gedacht, sondern für alle, die jemanden bringen oder abholen. Für Bringer und Abholer ist die spezielle Parkfläche P1 Kiss & Fly direkt gegenüber dem Terminal reserviert, ideal für kurzes Halten zum Ein- und Aussteigen sowie zum Be- und Entladen. Zehn Minuten sind dort kostenlos, maximal einmal täglich. Die Zone erreichst du direkt über die Einfahrten von P1.
Wichtig: Wird die kostenlose Parkzeit überschritten, wird die tatsächliche Parkdauer zum geltenden Kurzzeittarif berechnet, bezahlt wird am Kassenautomaten. Und dieser Tarif zieht spürbar an:
| Parkdauer | Preis P1 |
|---|---|
| bis 10 Minuten (max. einmal täglich) | kostenlos |
| 10 bis 30 Minuten | 5 Euro |
| 30 bis 60 Minuten | 10 Euro |
| 60 bis 120 Minuten | 15 Euro |
| je weitere angefangene 60 Minuten | 10 Euro |
Das rechnet sich schnell zu Ungunsten spontaner Pläne. Wer eine Maschine mit 40 Minuten Verspätung abholt und in der Zwischenzeit stehen bleibt, zahlt bereits 10 Euro; wer aus dem Abholen einen Kaffee im Terminal macht, ist bei 15 Euro. Zehn Minuten heißt hier also wirklich zehn Minuten: aussteigen, Koffer raus, umarmen, losfahren. Mein Tipp für Abholer: Bleib in der Nähe erreichbar und fahr erst los, wenn der Anruf vom Gepäckband kommt. Für alles, was länger dauert, empfiehlt der Flughafen selbst den Umstieg auf die günstigeren Parkflächen, und genau da wird es interessant.
✅ Die entspannte Alternative: fester Stellplatz, fester Preis
Die gute Nachricht: Am Flughafen Memmingen brauchst du für einen vernünftigen Preis kein Versteckspiel in Wohngebieten. Über Parken am Flughafen Memmingen vergleichst und buchst du geprüfte Stellplätze zum Festpreis, mit garantiertem Platz und klarer Adresse. Drei Optionen decken so ziemlich jeden Bedarf ab:
- Airparks Parkplatz Memmingen Schwabenstraße: die Preis-Leistungs-Wahl ab rund 51 Euro für sieben Tage. Rund neun Minuten zu Fuß zum Terminal, ohne Schlüsselabgabe, der Schlüssel bleibt also bei dir. Für alle, die genau den Betrag sparen wollen, wegen dem sie überhaupt über Gratisparken nachgedacht haben.
- Memmingen Airport Parkplatz P4: ab rund 56 Euro für sieben Tage, nur etwa fünf Minuten Fußweg zum Terminal, direktes Terminalparken ohne Schlüsselabgabe und mit einer Bewertung von 8,4 von 10 Punkten. Für fünf Euro Aufpreis gegenüber der Schwabenstraße bekommst du den kürzeren Weg mit Koffer und Kindern; aus meiner Sicht der beste Kompromiss für die klassische Familienreise.
- Memmingen Airport Parkplatz P1: ab rund 148 Euro für sieben Tage und mit etwa drei Minuten der kürzeste Weg überhaupt. Die Premiumlage direkt am Terminal lohnt sich vor allem bei kurzen Trips, frühen Abflügen und schlechtem Wetter. Nicht zu verwechseln mit der Kiss & Fly Zone, die über dieselben Einfahrten erreichbar ist, aber nach dem Kurzzeittarif abgerechnet wird: Für mehrtägiges Parken buchst du den Stellplatz vorab zum Festpreis, statt am Automaten stundenweise zu zahlen.
Der entscheidende Unterschied zum Wildparken ist nicht nur der Preis, sondern die Planbarkeit: Der Platz ist reserviert, der Preis steht vorab fest, die Zufahrt ist beschildert, und nach der Landung weißt du auf den Meter genau, wo dein Auto steht. Kein Gedanke daran, ob in der Zwischenzeit ein Halteverbotsschild aufgestellt wurde.
❓ Häufige Fragen zum kostenlosen Parken am Flughafen Memmingen
Gibt es am Flughafen Memmingen kostenloses Parken?
Ja, aber nur für zehn Minuten. In der Kiss & Fly Zone auf P1 direkt gegenüber dem Terminal parkst du maximal einmal täglich zehn Minuten kostenlos, gedacht für das Bringen und Abholen. Für Urlaubsparken existiert kein legales Gratisangebot. In Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen gilt zwischen 8 und 18 Uhr ein eingeschränktes Halteverbot, mit Parkscheibe sind maximal vier Stunden erlaubt. Alles darüber hinaus ist ein Verstoß.
Wo ist die Kiss & Fly Zone am Flughafen Memmingen und was kostet sie?
Sie liegt direkt gegenüber dem Terminal und wird über die Einfahrten von P1 angefahren. Zehn Minuten sind kostenlos, danach gelten die Kurzzeittarife: 5 Euro für 10 bis 30 Minuten, 10 Euro für 30 bis 60 Minuten, 15 Euro für 60 bis 120 Minuten und 10 Euro je weitere angefangene Stunde. Bezahlt wird am Kassenautomaten.
Was kostet es, wenn mein Auto abgeschleppt wird?
Rechne mit 500 bis 600 Euro für den Abschleppvorgang, dazu rund 40 Euro Verwarnungsgeld, rund 59 Euro für das polizeiliche Tätigwerden und Verwahrgebühren nach Standdauer.
Wird in Memmingerberg auch abgeschleppt, wenn ich niemanden behindere?
Ja. Verwaltungsgemeinschaft und Polizeiinspektion stellen ausdrücklich klar, dass längeres unbeaufsichtigtes Falschparken auch in der eingeschränkten Halteverbotszone und auch ohne konkrete Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer verwarnt, angezeigt und gebührenpflichtig abgeschleppt wird. In Feuerwehrzufahrten, an Rettungswegen und Engstellen wird in der Regel sofort abgeschleppt. Die Zone gilt ab den Ortszufahrten für alle Verkehrsflächen, nicht nur für einzeln beschilderte Straßen, und trifft einheimische Kennzeichen genauso wie auswärtige.
Was brauche ich, um ein abgeschlepptes Auto wieder abzuholen?
Ein Personaldokument sowie einen Eigentums- oder Halternachweis, also Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II, beim Mietwagen den Mietvertrag, beim Firmenwagen die Nutzungsvollmacht. Wer nicht selbst Halter ist, braucht zusätzlich eine unterschriebene Vollmacht des Halters. Wo das Fahrzeug steht, erfährst du bei der Polizeiinspektion Memmingen unter 08331/100-0.
Darf ich im Memminger Osten parken, etwa in der Bergermühlstraße oder am Kalker Feld?
Rechtlich ja, weil die Stadt Memmingen dort bislang keine Beschränkungen erlassen hat. Nachbarschaftlich ist es eine schlechte Idee, und die Diskussion über Regelungen läuft. Verlassen würde ich mich auf den aktuellen Zustand nicht.
Was kostet ein legaler Stellplatz für eine Woche?
Über Park-Sleep-Fly beginnen die Wochenpreise am Flughafen Memmingen bei rund 51 Euro, terminalnahe Plätze liegen bei etwa 56 Euro, die Premiumlage direkt am Terminal bei rund 148 Euro.
🧳 Kurz & knapp
- Kostenlos ist nur die Kiss & Fly Zone: zehn Minuten auf P1 gegenüber dem Terminal, maximal einmal täglich, gedacht fürs Bringen und Abholen. Danach greift der Kurzzeittarif ab 5 Euro, angefahren über die Einfahrten von P1.
- Kostenloses Dauerparken am Flughafen Memmingen ist faktisch Geschichte: Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen haben großflächige Halteverbotszonen eingerichtet, 8 bis 18 Uhr, mit Parkscheibe maximal vier Stunden.
- Abgeschleppt wird konsequent: rund 130 Fahrzeuge allein 2024, weitere Fälle im September 2024 und im Mai 2026, teils nach vorheriger Verwarnung.
- Eine Behinderung ist nicht nötig: Verwaltungsgemeinschaft und Polizei schleppen laut gemeinsamer Pressemitteilung auch ohne konkrete Behinderung ab, die Zone gilt ab den Ortszufahrten flächendeckend, und einheimische Kennzeichen sind nicht ausgenommen.
- Die Sparrechnung kippt schnell: 500 bis 600 Euro Abschleppkosten plus rund 40 Euro Verwarnungsgeld, rund 59 Euro Polizeigebühr und Verwahrgebühren. Dazu die Rückholung mit Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II, bei fremden Fahrzeugen zusätzlich mit Vollmacht des Halters.
- Die Ausweichbewegung trifft Wohnstraßen in Memmingen: Augsburger Straße, Bergermühlstraße, Schweitzerstraße, Kneippstraße, Münchner Straße und das Kalker Feld, wo Anwohner abends keinen Platz mehr finden.
- Die günstige, legale Lösung kostet einen Bruchteil davon: Der Airparks Parkplatz Schwabenstraße startet bei rund 51 Euro für sieben Tage bei etwa neun Minuten Fußweg, der Parkplatz P4 bringt dich für rund 56 Euro in etwa fünf Minuten ans Terminal, und der Parkplatz P1 liegt mit etwa drei Minuten Fußweg am dichtesten dran. Alle drei ohne Schlüsselabgabe, alle drei vorab buchbar über Parken am Flughafen Memmingen.
Wie hältst du es am Flughafen Memmingen: gebuchter Stellplatz oder Parkplatzsuche vor Ort? Schreib es mir, besonders interessieren mich Erfahrungen aus dem Memminger Osten.
Quellen und weiterführende Berichterstattung
- Gemeinsame Pressemitteilung der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg und der Polizeiinspektion Memmingen: „Strengere Kontrollen in Memmingerberg, Trunkelsberg und Ungerhausen“
- Schwäbische Zeitung: Ärger um Flughafen-Dauerparker
- Schwäbische Zeitung: So machen sich Urlauber rund um den Flughafen Memmingen unbeliebt
- Schwäbische Zeitung: „Bitte diesen Stellplatz für Anwohner freihalten“
- Schwäbische Zeitung: Leidiges Thema trifft Urlauber am Flughafen Memmingen besonders hart
- Schwäbische Zeitung: Manche lernen es nie, für sie wird es am Flughafen Memmingen teuer
- Schwäbische Zeitung: Autos plötzlich weg, die Halter sind selbst schuld
- Allgäuer Zeitung: Falschparker am Allgäu Airport und im Memminger Osten
- Allgäuer Zeitung: Dauerparker in Memmingerberg und Memmingen abgeschleppt
- Ulm-News: Wieder zahlreiche Abschleppungen um den Memminger Flughafen
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