CT-Scanner am CGN ab 14. Juli 2026: Was sich für dich an der Sicherheitskontrolle ändert
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
Pünktlich vor den Sommerferien hat der Flughafen Köln/Bonn (CGN) am 14. Juli 2026 seine neu gestaltete Sicherheitskontrolle in Betrieb genommen. Elf Spuren mit CT-Technologie ersetzen die bisherige Anlage. Laptops, Tablets und Flüssigkeiten dürfen im Handgepäck bleiben, die erlaubte Menge pro Behältnis steigt auf 2 Liter. Eine eigene Familienspur (Kids Lane) sowie ein neues Licht- und Akustikkonzept ergänzen die technische Aufrüstung. Rund 25 Millionen Euro fließen in das Projekt, das nach Angaben des Flughafens den ersten flächendeckenden CT-Einsatz an einem deutschen Großflughafen markiert. Die Neugestaltung ist Baustein des Investitionsprogramms Next Chapter. ✈
Eröffnung am 14. Juli 2026: Warum der Zeitpunkt kein Zufall ist
Wer in den nächsten Wochen ab Köln/Bonn fliegt, merkt schon am Kontrollband, dass sich hier etwas grundlegend verändert hat. Am 14. Juli 2026, kurz vor dem Start der NRW-Sommerferien, hat der Köln Bonn Airport (CGN) seine komplett modernisierte Sicherheitskontrolle in Betrieb genommen. Elf neue Kontrollspuren mit CT-Technologie stehen bereit, also Computertomografie-Scanner, die dein Gepäck dreidimensional durchleuchten und dabei Elektronik wie Flüssigkeiten im Koffer belassen können.
Rund 25 Millionen Euro hat der Flughafen in die neue Anlage investiert. Nach eigenen Angaben ist Köln/Bonn damit der erste deutsche Großflughafen, der seine Passagierkontrolle flächendeckend auf CT-Technik umgestellt hat. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, ordnet die Kontrollstelle unter den modernsten Anlagen Europas ein und sieht darin ein Signal für Wachstum, Qualität und Zufriedenheit der Passagiere. Die Kontrollstelle ist zugleich Herzstück des Modernisierungsprogramms Next Chapter, mit dem die Terminals Schritt für Schritt neu aufgestellt werden.
Der Zeitpunkt kurz vor Ferienbeginn ist bewusst gewählt: Genau dann, wenn die Kontrollen normalerweise unter maximalem Druck stehen, soll die neue Anlage zeigen, was sie kann. Für dich als Reisender heißt das: Der erste echte Belastungstest fällt mitten in deine Urlaubsanreise.
Laptop drin, 2 Liter erlaubt, Kids Lane für Familien: Das ist neu

Foto: Köln Bonn Airport
Die spürbarste Veränderung passiert direkt am Band. Elektronische Geräte wie Laptop und Tablet müssen nicht mehr aus dem Handgepäck. Auch Flüssigkeiten dürfen im Rucksack bleiben, und die alte 100-Milliliter-Regel pro Behältnis wird durch eine deutlich großzügigere Obergrenze abgelöst: 2 Liter pro Behältnis sind erlaubt. Die durchsichtige Zip-Tüte für Kosmetik und Zahnpasta gehört am CGN damit der Vergangenheit an.
Familien bekommen ein eigenes Angebot: Die Kids Lane ist eine speziell gestaltete Familienspur mit Trittstufen, auf denen Kinder ihr Gepäck selbst auf das Kontrollband legen und wieder herunternehmen können. Ergänzt wird das Ganze durch ein neues Licht- und Akustikkonzept sowie eine intuitive Wegeführung, die die Aufenthaltsqualität in der Kontrollzone anheben soll. Cenk Özöztürk, Geschäftsführer am CGN, betont dazu den Anspruch eines komfortableren, stressfreieren und zukunftsfähigeren Reiseerlebnisses. Max Kownatzki, CEO von Eurowings, hebt hervor, dass gerade die Sicherheitskontrolle darüber entscheidet, ob eine Reise entspannt beginnt.
- Laptop und Tablet bleiben im Handgepäck, keine Entnahme mehr nötig
- Flüssigkeiten bis 2 Liter pro Behältnis erlaubt, keine 100-ml-Tüte mehr
- Kids Lane: Familienspur mit Trittstufen für Kinder
- Neues Licht- und Akustikkonzept für weniger Stress in der Wartezone
- Intuitive Wegeführung vom Eingang bis zum Kontrollbereich
| Regel / Feature | Bisher (vor 14. Juli 2026) | Ab 14. Juli 2026 |
|---|---|---|
| Laptop / Tablet | Aus dem Handgepäck entnehmen | Im Handgepäck lassen |
| Flüssigkeiten | Max. 100 ml pro Behältnis, separate Tüte | Max. 2 Liter pro Behältnis, keine Tüte nötig |
| Familienspur | Nicht vorhanden | Kids Lane mit Trittstufen für Kinder |
| Kontrollspuren | Ältere Röntgentechnologie | 11 CT-Spuren mit 3D-Gepäckscan |
| Ambiente | Standardausstattung | Neues Licht- und Akustikkonzept, klare Wegeführung |
Unterm Strich verschwindet damit einer der größten Reibungspunkte an der Sicherheitskontrolle: das umständliche Umpacken vor dem Band. Wer den Rollkoffer schon zu Hause halbwegs vernünftig gepackt hat, muss ihn am CGN nicht mehr aufreißen, um Kabel, Powerbank und Zahnpasta einzeln herauszufischen.
Hintergrund: Wie der CGN die Sicherheitskontrolle selbst in die Hand nahm
Die technische Aufrüstung ist nur die halbe Geschichte. Ebenso wichtig ist der organisatorische Umbau, der die neue Anlage überhaupt erst möglich gemacht hat. Seit 1. Januar 2025 organisiert die Flughafen Köln/Bonn GmbH die Kontrolle von Fluggästen und deren Handgepäck gemäß §5 Luftsicherheitsgesetz in Eigenregie. Vorher lag diese Aufgabe außerhalb des Flughafens. Nach Frankfurt und Berlin ist Köln/Bonn damit der dritte Standort in Deutschland, der diesen Weg geht.
Was bleibt, ist die klare Rollenverteilung: Die Gewährleistungsverantwortung für die Luftsicherheit trägt weiterhin die Bundespolizei. Ihr obliegen die gesetzliche Rechts- und Fachaufsicht, der Schutz der Kontrollstellen und weitere Kernaufgaben zur Wahrung der Luftsicherheitsstandards. Den operativen Kontrolldienst führt der Sicherheitsdienstleister Securitas durch, den der Flughafen nach der Übernahme der Organisation beauftragt hat.
Als Steuerungszentrale dient das Airport Operation Control Center (AOCC), das am CGN seit 2023 in Betrieb ist. Hier laufen die operativen Fäden zusammen, Sicherheitsdienstleister, Bundespolizei und Flughafenpersonal arbeiten Seite an Seite. Das Modell erlaubt dem Flughafen mehr Flexibilität bei Personalplanung, Schichten und Technologieentscheidungen. Ohne diese Struktur wäre eine flächendeckende Umrüstung auf CT-Scanner in wenigen Monaten kaum umsetzbar gewesen.
Next Chapter: Die Sicherheitskontrolle als Baustein einer größeren Strategie
Die neue Kontrollstelle steht nicht für sich allein. Sie ist zentraler Bestandteil des Modernisierungsprogramms Next Chapter, mit dem der Köln Bonn Airport seine Terminals in Etappen neugestaltet. Dazu gehören auch neue Gastronomiekonzepte, modernisierte Aufenthaltsbereiche und digitale Services rund um Check-in, Boarding und Orientierung im Terminal.
Politisch wie wirtschaftlich steht ein breites Bündnis hinter dem Projekt. Teresa De Bellis-Olinger, Bürgermeisterin der Stadt Köln und damit Vertreterin der größten Anteilseignerin der Flughafen Köln/Bonn GmbH, sieht in der neuen Anlage einen Meilenstein für den Wirtschafts- und Tourismusstandort und für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, betont den doppelten Gewinn: effizientere Abläufe für die Passagiere und ein Plus an Sicherheit in der Luftfahrt.
Auch die Airline-Seite zieht mit. Eurowings, größte Airline am Standort CGN, hat das Vorhaben nach eigenen Angaben von Anfang an unterstützt. Aus Sicht des Wettbewerbs ist das ein spannender Hebel: Flughäfen konkurrieren längst nicht mehr nur über Strecken und Preise, sondern auch über die Qualität des Passagiererlebnisses. Wer hier vorlegt, macht sich mittelfristig attraktiver für weitere Airlines und Rotationen.
Was das für deine nächste Reise ab Köln/Bonn bedeutet
Für dich als Passagier zählt am Ende ein Punkt: Wie fühlt sich der Weg vom Terminaleingang zum Gate an? Wer in den Sommerferien 2026 ab CGN abhebt, erlebt die neuen Abläufe unter voller Reallast. Weil weder Laptop noch Kulturbeutel ausgepackt werden müssen, dürfte der individuelle Kontrollvorgang spürbar schneller laufen. Elf CT-Spuren erhöhen zudem den Gesamtdurchsatz, gerade in den klassischen Stoßzeiten am frühen Morgen und späten Nachmittag.
Familien mit kleinen Kindern profitieren zusätzlich von der Kids Lane. Wer schon einmal versucht hat, Kinderwagen, Buggy, Trinkflaschen und einen quengelnden Vierjährigen gleichzeitig durch eine klassische Kontrolle zu schleusen, weiß, welchen Unterschied ein paar Trittstufen und eine eigene Spur machen können. 🅿
Ein realistischer Hinweis zum Puffer: Auch wenn die Kontrolle künftig zügiger laufen sollte, hängt die tatsächliche Wartezeit weiter vom Passagiervolumen ab. Ferienstart, Kreuzfahrt-Charter und volle Frühflüge bleiben ein Nadelöhr. Wer entspannt starten will, plant die Anreise trotzdem so, dass die Sicherheitskontrolle nicht zum Sprint wird. Genau hier spielt Park-Sleep-Fly seine Stärke aus: Am Vorabend in Ruhe zum Flughafen fahren, im Leonardo Hotel Köln-Bonn Airport oder im ibis Köln Airport (Taxitransfer) übernachten, entspannt zu Abend essen, normal schlafen und am nächsten Morgen ohne Stau, ohne frühes Aufstehen und ohne Hektik ins Terminal spazieren — vor allem bei frühen Abflugzeiten ein echter Unterschied. Wenn dann die neue Kontrolle auch noch flüssig läuft, ist der Urlaub praktisch schon vor dem Boarding gerettet. ✈
Wer lieber mit dem eigenen Auto anreist und mehrere Tage günstig parken möchte, findet direkt am Flughafen praktische Optionen: Der Parkflair Shuttle Parkplatz Köln bringt dich per 24-Stunden-Shuttle in rund 9 Minuten ans Terminal, der Park and Fly Parkplatz Köln ist in 8 Minuten erreichbar, und wer die Parkkosten über mehrere Tage klein halten will, schaut sich auch den ibis Hotel Köln Airport Parkplatz an. Den vollständigen Überblick aller Parkoptionen am Flughafen Köln Bonn sowie alle Hotels am Flughafen Köln Bonn findest du auf park-sleep-fly.de.
Wer außerdem das ibis Köln Airport (ÖPNV Transfer) in Betracht zieht, kommt per S-Bahn in rund 13 Minuten ans Terminal — eine solide Option, wenn man kein Auto dabei hat. Mittel- bis langfristig könnte der CGN durch das Komfort-Upgrade auch für Reisende interessanter werden, die bisher eher nach Düsseldorf ausgewichen sind. Ob sich das im Passagieraufkommen niederschlägt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Weitere News und Einordnungen rund um den Standort sammeln wir in der Magazin-Kategorie Flughafen Köln-Bonn (CGN) ✈ News.
CGN setzt einen neuen Standard, und der Zeitpunkt ist kein Zufall
Mit 25 Millionen Euro und elf CT-Spuren positioniert sich der Flughafen Köln/Bonn als technologischer Vorreiter unter den deutschen Großflughäfen. Dass die Eröffnung ausgerechnet auf den 14. Juli 2026 gelegt wurde, ist strategisch klug: Die neue Anlage muss von Anfang an unter Reallast beweisen, was sie kann. Ob kürzere Wartezeiten, entspanntere Abläufe für Familien oder ein ruhigerer Start für Eurowings-Passagiere, die Modernisierung dürfte das Bild vom CGN nachhaltig prägen. Entscheidend wird sein, ob die versprochenen Effizienzgewinne auch dann tragen, wenn die Terminals wirklich voll sind.
Mitreden
Warst du schon nach dem 14. Juli 2026 an der neuen Sicherheitskontrolle am CGN? Wie hat sich der Ablauf für dich angefühlt, verrate es mir gerne per Mail.
Häufige Fragen zur neuen Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn
Muss ich am Flughafen Köln/Bonn (CGN) meinen Laptop noch aus dem Handgepäck nehmen?
Nein. Dank der neuen CT-Technologie (Computertomografie) müssen Laptops, Tablets und andere elektronische Geräte seit dem 14. Juli 2026 nicht mehr aus dem Handgepäck entnommen werden.
Wie viel Flüssigkeit darf ich ab sofort im Handgepäck mitführen?
Am CGN sind Flüssigkeiten bis zu 2 Liter pro Behältnis erlaubt. Die bisherige 100-ml-Beschränkung pro Einzelbehältnis und die Pflicht zur separaten Tüte entfallen am Standort Köln/Bonn.
Was ist die Kids Lane und für wen ist sie gedacht?
Die Kids Lane ist eine speziell gestaltete Familienspur in der neuen Sicherheitskontrolle am CGN. Trittstufen ermöglichen es Kindern, ihr Gepäck selbstständig auf das Kontrollband zu legen und wieder herunterzunehmen, so bleibt der Kontrollvorgang für Familien deutlich entspannter.
Was ist CT-Technologie bei der Flughafenkontrolle?
CT steht für Computertomografie, ein bildgebendes Verfahren, das dreidimensionale Röntgenscans des Gepäcks erzeugt. Anders als klassische 2D-Röntgengeräte erkennen CT-Scanner Gefahrstoffe präziser, ohne dass Reisende Elektronik oder Flüssigkeiten separat vorlegen müssen.
Ist Köln/Bonn wirklich der erste Flughafen Deutschlands mit dieser Technologie?
Nach Angaben des Flughafens ist CGN der erste Großflughafen in Deutschland, der seine Sicherheitskontrolle flächendeckend mit CT-Technologie ausgestattet hat. Einzelne CT-Geräte wurden an anderen deutschen Airports bereits in Pilotprojekten erprobt, eine vollständige Ausstattung aller Spuren ist am CGN mit Stand 14. Juli 2026 aber erstmals realisiert.
Stand: Juli 2026
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