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16-Megawatt-Solarpark am Flughafen Düsseldorf: Was die neue PV-Anlage neben der Nordbahn bedeutet

Veröffentlicht am: Ralf Zmölnig CEO u. CvD Park-Sleep-Fly
Drohnenaufnahme Inbetriebnahme von großflächiger Solaranlage mit Reihen montierter Photovoltaik-Module neben Flughafenstartbahn und Zufahrtsstraße
Inbetriebnahme: Solaranlage startet saubere Energieversorgung am Flughafen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Der Flughafen Düsseldorf (DUS) hat eine Photovoltaik-Großanlage mit 16 Megawatt Leistung direkt neben der Nordbahn in Betrieb genommen. Sie erstreckt sich über rund 140.000 Quadratmeter, umfasst 31.014 Solarmodule auf 7.517 Fundamenten und wurde im sogenannten PPA-Modell (Power Purchase Agreement) durch die Firma ZPV errichtet und für 25 Jahre betrieben. Die Anlage deckt rund 16 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs des Airports von 93,3 Millionen KWh ab, vermeidet 3.650 Tonnen CO₂ pro Jahr und entspricht der Jahresversorgung von rund 4.200 Vier-Personen-Haushalten. Ergänzt wird sie durch Stromspeicher mit bis zu 25 Megawattstunden Kapazität. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Düsseldorfs Stadtbeigeordnetem Jochen Kral.

Rekordanlage neben der Nordbahn: Was DUS jetzt als erstes in Deutschland betreibt

Wer in den kommenden Wochen in Düsseldorf landet und einen Fensterplatz erwischt hat, sieht beim Anflug ein neues Detail neben der Nordbahn glitzern: eine Fläche aus dunklen Modulreihen, die sich kilometerweit am Bahnsystem entlangzieht. Was wie eine optische Spielerei wirkt, ist tatsächlich ein Stück Energiewende der besonderen Sorte. Der Flughafen Düsseldorf (DUS) hat hier die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage ihrer Art direkt an einer Start- und Landebahn eines deutschen Airports in Betrieb genommen ☀. Alle weiteren Neuigkeiten rund um den Airport gibt es in der Kategorie Flughafen Düsseldorf (DUS) ✈ News.

Inbetriebnahme der neuen Photovoltaik-Anlage am Düsseldorfer Airport im Beisein von (v.l.n.r.): Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens, Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens, Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Jochen Kral, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, Peter Zehendner, Geschäftsführer ZPV und Dr. Rolf Pohlig, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen Düsseldorf GmbH (Foto: Flughafen Düsseldorf/Andreas Wiese)
Inbetriebnahme der neuen Photovoltaik-Anlage am Düsseldorfer Airport im Beisein von (v.l.n.r.): Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens, Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens, Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Jochen Kral, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, Peter Zehendner, Geschäftsführer ZPV und Dr. Rolf Pohlig, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen Düsseldorf GmbH (Foto: Flughafen Düsseldorf/Andreas Wiese)Solaranlage: Team in Sicherheitswesten vor den Photovoltaik-Modulen.

Die Dimensionen lassen aufhorchen. Auf rund 140.000 Quadratmetern wurden 31.014 Solarmodule auf 7.517 Fundamenten verankert. Die installierte Leistung liegt bei 16 Megawatt. Damit unterscheidet sich das Projekt deutlich von den Dach- und Parkhausanlagen, die viele Flughäfen längst betreiben: Hier liegt die Erzeugungsfläche unmittelbar im sensiblen Bahnumfeld, dort, wo Flugzeuge starten und landen. Genau das macht den Unterschied und sorgt international für Aufmerksamkeit.

Solaranlage im Vordergrund bei Inbetriebnahme, Flughafen mit Emirates Flugzeug und Kontrollturm im Hintergrund
Inbetriebnahme der Solarstromanlage am Flughafen – PV-Module im Vordergrund, Flugverkehr und Tower im Hintergrund.
KennzahlWert
Installierte Leistung16 Megawatt (MW)
Anlagenflächerund 140.000 Quadratmeter
Anzahl Solarmodule31.014
Anzahl Fundamente7.517
Speicherkapazität (Stromspeicher)bis zu 25 Megawattstunden (MWh)
Jährliche CO₂-Einsparung3.650 Tonnen
Anteil am Airport-Jahresverbrauchrund 16 % von 93,3 Millionen KWh
Versorgungsäquivalentrund 4.200 Vier-Personen-Haushalte pro Jahr
BetreiberZPV (PPA-Modell, 25 Jahre Laufzeit)
Kerndaten der Photovoltaik-Großanlage am Flughafen Düsseldorf (DUS)

Die Zahlen geben das Tempo vor: 16 Megawatt installierte Leistung, 16 Prozent Anteil am Jahresverbrauch des Airports und 3.650 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr. Flughafenchef Lars Redeligx ordnet das Projekt als gelebte Praxis auf dem Weg zur sogenannten Destination of Excellence ein. Dass Fachkollegen großer Airports aus Asien und Europa schon seit Baubeginn nach Düsseldorf schauen, zeigt: Eine PV-Freiflächenanlage in dieser Größenordnung so dicht an der Bahn ist weltweit noch eine Besonderheit.

PPA-Modell und Winterbau: So wurde die Anlage realisiert

Hinter dem Projekt steht eine wirtschaftliche Konstruktion, die in Deutschland langsam zum Standard für große Erneuerbaren-Vorhaben wird: das sogenannte Power Purchase Agreement, kurz PPA. Vereinfacht gesagt handelt es sich um einen Langzeit-Stromliefervertrag zwischen Erzeuger und Abnehmer. Geplant, gebaut und 25 Jahre lang betrieben wird die Anlage durch die Firma ZPV. Der Flughafen Düsseldorf nimmt den erzeugten Strom ab und speist ihn vollständig in das eigene Netz ein.

Der Charme dieses Modells: Der Airport muss die Anlage nicht selbst finanzieren, sichert sich aber Grünstrom zu kalkulierbaren Konditionen über ein Vierteljahrhundert. Für ZPV wiederum ergibt die langfristige Abnahme die Investitionssicherheit. Die 16 Megawatt decken rund 16 Prozent des Jahresverbrauchs von 93,3 Millionen Kilowattstunden ab. Der restliche Grünstrombedarf wird durch weitere PV-Anlagen auf dem Flughafengelände und Lieferungen der Stadtwerken Düsseldorf gedeckt. So entsteht ein Mix, der die Eigenversorgung Schritt für Schritt verschiebt.

Operativ ist der Bau die eigentliche Pointe. Errichtet wurde die Anlage über die Wintermonate bei laufendem Flughafenbetrieb, in unmittelbarer Nähe zur Start- und Landebahn. Wer schon einmal gesehen hat, wie eng getaktet ein internationaler Verkehrsflughafen seine Bahnnutzung organisiert, ahnt, welche logistische Choreografie nötig war, damit Baufahrzeuge, Personal und Materialtransporte den Flugbetrieb zu keiner Sekunde stören. Redeligx hebt hier ausdrücklich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ZPV hervor. Ergänzt wird die Erzeugungsanlage durch Stromspeicher mit bis zu 25 Megawattstunden Kapazität, die helfen, Lastspitzen abzufedern und den eigenerzeugten Strom dann zu nutzen, wenn er am Flughafen wirklich gebraucht wird 🔋. Wer mit dem eigenen Auto nach Düsseldorf anreist und für mehrere Tage parken möchte, findet auf der Übersichtsseite für Parken am Flughafen Düsseldorf passende Optionen — vom bewachten Außenparkplatz bis zur Tiefgarage direkt am Terminal.

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Sicherheit zuerst: Wie Blendschutz, Radar und Naturschutz gelöst wurden

Eine Solarfläche direkt neben der Landebahn klingt nach Sicherheitsdiskussion. Genau deshalb stand die Planung der Anlage auf drei eigenen Beinen, die im Vorfeld einzeln durchgeprüft wurden. Erstens das Thema Blendung: Ein eigens erstelltes Lichtemissionsgutachten bestätigt, dass die Solarmodule den Luftverkehr nicht durch Reflexionen oder Blendwirkungen beeinträchtigen. Piloten beim Anflug auf Düsseldorf müssen also keine Sehbehinderung durch die schimmernde Fläche fürchten.

Zweitens die Radarverträglichkeit. Solche Anlagen können theoretisch Signale verfälschen oder reflektieren. Sicherheitsrelevante Einrichtungen für den Flugverkehr und die Navigation wurden daher umfassend geprüft, bevor das erste Modul montiert wurde. Und drittens die ökologische Komponente: Auch die Auswirkungen auf Natur und Umwelt waren Teil der Genehmigung. Entsprechende Ausgleichsflächen entstanden in der Nähe des Flughafens, damit die versiegelte beziehungsweise belegte Fläche kompensiert wird.

Diese drei Prüffelder erklären, warum vergleichbare Anlagen im direkten Bahnumfeld bisher selten realisiert wurden. Die Hürden sind technisch und regulatorisch hoch. Genau deshalb wirkt das Düsseldorfer Projekt wie eine Blaupause. Dass große Airports aus Asien und Europa seit Baubeginn den fachlichen Austausch mit den Düsseldorfer Kolleginnen und Kollegen suchen, ist ein deutliches Indiz: Wer eine ähnliche Idee verfolgt, schaut jetzt zuerst nach NRW. Wer am Vorabend eines Frühflugs anreist und im Holiday Inn Express Düsseldorf City Nord übernachtet, startet ohne Stau-Stress und ausgeruht in den Tag — vor allem bei früheren Abflugzeiten ein echter Unterschied.

Energiewende im Landeanflug: Was das für die Klimabilanz von DUS bedeutet

Flughäfen sind Energieschwergewichte. Beleuchtung der Vorfelder und Terminals, Klimatisierung großer Hallenflächen, Bodenabfertigung, IT-Infrastruktur, Sicherheits- und Gepäcksysteme: All das summiert sich am DUS auf einen Jahresverbrauch von 93,3 Millionen Kilowattstunden. Mit 16 Prozent Eigenanteil aus der neuen Anlage schrumpft die Netzabhängigkeit spürbar. Zusammen mit den weiteren PV-Anlagen am Standort und dem Bezug von den Stadtwerken Düsseldorf entsteht ein Grünstrom-Mix, der den Standort schrittweise unabhängiger und planungssicherer macht. Wer mit dem Auto anreist und das Fahrzeug für mehrere Tage abstellen möchte, kann zum Beispiel den Hive-Parkservice Parkplatz Düsseldorf-Ratingen nutzen — ohne Schlüsselabgabe, mit Shuttle-Transfer in rund sechs Minuten zum Terminal.

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin, ordnet das Vorhaben in einen größeren Trend ein: Das Land befinde sich im vierten PV-Rekordjahr in Folge. Hoch frequentierte Infrastrukturstandorte könnten aktiv zur Energiewende beitragen, lautet ihre Botschaft, und Klimaschutz sei damit konkret machbar. Begleitet wurde die Inbetriebnahme zusätzlich durch Jochen Kral, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, gemeinsam mit Flughafenchef Lars Redeligx.

Spannend wird die mittelfristige Perspektive. Die Kombination aus PPA-Modell, Freiflächen-Photovoltaik und ergänzenden Stromspeichern könnte sich zum Standardbaukasten für die Dekarbonisierung von Flughäfen entwickeln. Stromspeicher mit bis zu 25 MWh verbessern dabei das Lastmanagement und erhöhen die Quote des Stroms, den der Airport selbst verbraucht statt ihn ins Netz zurückspeisen zu müssen. Wenn weitere deutsche Airports diesem Pfad folgen, dürfte sich für dich als Reisende oder Reisender wenig direkt im Buchungserlebnis ändern, im Hintergrund verschiebt sich aber die Energiebasis des Fliegens am Boden spürbar in Richtung erneuerbar 🌱. Wer die Anreise zum DUS entspannt angehen möchte, findet auf der Übersichtsseite für Hotels am Flughafen Düsseldorf verschiedene Optionen mit Park-Sleep-Fly-Kombipaketen.

DUS setzt Maßstäbe, und der Rest der Welt schaut zu

Mit 16 Megawatt direkt neben der Nordbahn, einem PPA-Vertrag über 25 Jahre und 25 MWh Speicherkapazität positioniert sich der Flughafen Düsseldorf (DUS) als Vorreiter der Flughafen-Dekarbonisierung in Deutschland. Dass die Anlage über die Wintermonate im laufenden Betrieb errichtet werden konnte, unterstreicht die operative Komplexität des Vorhabens und die Disziplin der Beteiligten. Ob Düsseldorf damit tatsächlich zur Blaupause für die Branche wird, zeigt sich in den nächsten Jahren. Das internationale Interesse großer Airports aus Asien und Europa ist jedenfalls ein starkes Signal, dass aus dem Düsseldorfer Solarpark mehr werden könnte als nur ein lokales Rekordprojekt. Wer am Vorabend des Abflugs entspannt ankommen möchte, kann das etwa im Mercure Hotel Düsseldorf-Ratingen tun — mit Shuttle-Service zum Airport und der Möglichkeit, das Auto bequem auf dem Hotelparkplatz zu lassen. Eine weitere Möglichkeit für die Vorabend-Anreise mit Auto ist das Leonardo Hotel Düsseldorf Airport Ratingen, das mit zehnminütigem Shuttle-Transfer und Parkpaket punktet. Wer lieber direkt am Terminal parkt, kann die Airparks Parkplatz Valet Düsseldorf-Option nutzen und das Fahrzeug direkt am Terminal übergeben — oder auf die Maritim Tiefgarage am Flughafen Düsseldorf setzen, die fußläufig zum Terminal liegt.

Häufige Fragen zur neuen Photovoltaik-Anlage am Flughafen Düsseldorf

Wie groß ist die neue Photovoltaik-Anlage am Flughafen Düsseldorf (DUS)?

Die Anlage umfasst rund 140.000 Quadratmeter, 31.014 Solarmodule auf 7.517 Fundamenten und hat eine installierte Leistung von 16 Megawatt. Damit ist sie die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage ihrer Art direkt an einer Start- und Landebahn eines deutschen Airports.

Was ist ein Power Purchase Agreement (PPA) und wie funktioniert es am DUS?

Ein Power Purchase Agreement (PPA) ist ein Langzeit-Stromliefervertrag. Der Betreiber, hier die Firma ZPV, plant, baut und betreibt die Anlage auf eigene Kosten, der Abnehmer (Flughafen Düsseldorf) bezieht den erzeugten Strom direkt. Am DUS läuft dieser Vertrag über 25 Jahre, der gesamte produzierte Strom fließt in das Netz des Flughafens.

Wie viel CO₂ spart die Photovoltaik-Anlage am Flughafen Düsseldorf ein und wie viel Strom erzeugt sie?

Die Anlage vermeidet jährlich 3.650 Tonnen CO₂ und erzeugt genug Strom, um rund 4.200 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Am Flughafen deckt sie rund 16 Prozent des Jahresverbrauchs von 93,3 Millionen KWh ab.

Beeinträchtigen die Solarmodule neben der Landebahn den Flugverkehr?

Nein. Ein Lichtemissionsgutachten bestätigt, dass die Module den Luftverkehr nicht durch Blendung beeinträchtigen. Zusätzlich wurden Radarverträglichkeit sowie alle sicherheitsrelevanten Navigationseinrichtungen umfassend geprüft.

Warum interessieren sich Airports aus Asien und Europa für das Projekt?

Die direkte Lage der Solarflächen neben dem Bahnsystem eines stark frequentierten Airports ist international ungewöhnlich. Die Kombination aus technischer Lösung, Sicherheitsnachweisen und PPA-Modell macht das DUS-Projekt zu einer potenziellen Blaupause, weshalb große Airports aus Asien und Europa seit Baubeginn den Austausch mit Fachkollegen in Düsseldorf gesucht haben.

Stand: Juni 2026


Artikel: 16-Megawatt-Solarpark am Flughafen Düsseldorf: Was die neue PV-Anlage neben der Nordbahn bedeutet
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