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STRzero & AGENDA: Flughafen Stuttgart spart CO₂ mit EU-Förderung

Veröffentlicht am: Ralf Zmölnig CEO u. CvD Park-Sleep-Fly
Tropfen erzeugt kreisförmige Wellen in leuchtend grünem Wasser, Nahaufnahme zweier fallender Wassertropfen und Oberfläche mit Reflexionen
Grüner Wassertropfen mit konzentrischen Wellen – ruhiger Moment der Stille.

Flughafen Stuttgart auf Klimakurs: EU-Förderung treibt STRzero voran

Der Flughafen Stuttgart (STR) macht Ernst mit seiner Klimastrategie. Mit dem EU-geförderten Konsortium AGENDA – Accelerating Green Energy Infrastructure Deployment in European Airports nimmt der Landesairport einen weiteren, konkreten Schritt in Richtung netto-treibhausgasneutraler Betrieb bis 2040. Dahinter steckt mehr als ein symbolisches Statement: Rund 5 Millionen Euro investiert die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) in neue Bodentechnologien, während die EU über das AFIF-Programm (Alternative Fuels Infrastructure Facility) rund 1,5 Millionen Euro beisteuert. Das Ergebnis soll eine Reduktion von jährlich rund 1.500 Tonnen CO₂ am Standort Stuttgart sein.

Was steckt hinter dem AGENDA-Konsortium? 🌍

AGENDA ist kein lokales Projekt, sondern ein europaweites Bündnis von Flughäfen und Fachorganisationen, das gemeinsam emissionsarme Infrastruktur an europäischen Drehkreuzen aufbaut. Koordiniert wird das Vorhaben vom renommierten Flughafenverband ACI Europe. Partner im Konsortium sind:

Das Projekt soll bis September 2028 vollständig abgeschlossen sein. Dass ausgerechnet Stuttgart neben den deutlich größeren Hubs Wien und Mailand Teil des Konsortiums ist, unterstreicht den Stellenwert des schwäbischen Airports als Vorreiter bei Nachhaltigkeitsthemen im deutschen Regionalflughafen-Segment.

Das Herzstück: Pre-conditioned Air-Systeme (PCA) an den Gates ✈️

Die zentrale Investition am Standort Stuttgart ist der Aufbau eines modernen, strombetriebenen Pre-conditioned Air-Systems (PCA) an den Parkpositionen direkt am Terminal. Was einfach klingt, hat in der Praxis erhebliche Auswirkungen – für die Umwelt, für die Airline-Kosten und für die Menschen, die täglich auf dem Vorfeld arbeiten.

Wie funktioniert ein PCA-System konkret?

Wenn ein Flugzeug am Gate steht und wartet – sei es beim Boarding, beim Reinigen oder beim Betanken – benötigt es Strom und Klimatisierung. Ohne externe Versorgung läuft dafür das sogenannte Auxiliary Power Unit (APU), ein kleines Hilfstriebwerk im Heck des Flugzeugs. Das APU verbrennt Kerosin, erzeugt Lärm, Abgase und erhöht den Wartungsaufwand für die Airlines. Mit einem PCA-System übernimmt eine externe, elektrisch betriebene Anlage die Klimatisierung direkt über einen Schlauch – das APU kann abgeschaltet werden.

Was das konkret bedeutet – auf einen Blick

BereichOhne PCA (APU-Betrieb)Mit PCA-System
KerosinverbrauchAPU verbrennt ca. 100–200 kg/hEntfällt am Boden vollständig
CO₂-EmissionenDirekte Abgase am TerminalBis zu 1.500 t CO₂/Jahr weniger in Stuttgart
LärmpegelAPU erzeugt erheblichen Lärm auf dem VorfeldDeutlich ruhiger – besser für Mitarbeitende
Betriebskosten AirlinesKerosin- und Wartungskosten für APUKostensenkung durch externen Strom
Arbeitsbedingungen VorfeldAbgase, Hitze, Lärm direkt am FlugzeugVerbesserte Luft- und Lärmqualität

Ergänzende Maßnahmen: Solar und Batteriespeicher ☀️

Solarmodule in Reihe vor blauem Himmel mit Wolken, Photovoltaik-Anlage am Flughafen Stuttgart, ParkSleepFly-Parkplatz-Solardach
Solarmodule am Flughafen Stuttgart – nachhaltige Energie für ParkSleep&Fly.

Parallel zum PCA-Ausbau sieht das Förderprojekt den Aufbau weiterer Solaranlagen sowie den Einsatz von stationären Batteriespeichern auf dem Flughafengelände vor. Diese Kombination ist aus energietechnischer Sicht besonders klug: Solarstrom wird tagsüber lokal erzeugt, in Batteriespeichern gepuffert und steht dann bedarfsgerecht für die PCA-Systeme und andere elektrische Verbraucher am Boden bereit. So entsteht ein geschlossener, grüner Energiekreislauf direkt am Airport.

Ein Detail, das kaum bekannt ist: Moderne Flughafen-Batteriespeicher können nicht nur Strom puffern, sondern auch als sogenannte Vehicle-to-Grid-Puffer für elektrische Bodenfahrzeuge dienen – also etwa für elektrische Gepäckschlepper, Pushback-Fahrzeuge oder Cateringhubwagen. Stuttgart hat hier stilles Potenzial, das über AGENDA hinausweisen könnte.

STRzero: Der Fahrplan bis 2040

Das AGENDA-Projekt ist eingebettet in die übergreifende Klimastrategie STRzero der Flughafen Stuttgart GmbH. Das Ziel ist klar definiert: Bis 2040 soll der gesamte Flughafenbetrieb netto-treibhausgasneutral sein. STRzero verfolgt dabei einen mehrstufigen Ansatz, der verschiedene Emissionsquellen adressiert:

  • 🔋 Energieeffizienz und erneuerbare Energien: Ausbau von Photovoltaik, Batteriespeichern und Wärmerückgewinnung
  • ✈️ Emissionsarme Bodentechnologien: PCA-Systeme, elektrische Bodenfahrzeuge, 400-Hz-Strom­versorgung für abgestellte Flugzeuge
  • 🌿 Kompensation und Zertifizierung: Begleitung durch Zertifizierungsprogramme wie ACA (Airport Carbon Accreditation)
  • 🤝 Partnerschaften und Förderprogramme: Einbindung in EU-Konsortien wie AGENDA zur Hebelwirkung von Investitionen

„Diese EU-Förderung verschafft uns den nötigen Handlungsspielraum, um Investitionen in emissionsarme Technologien zielgerichtet voranzubringen. Das ist in wirtschaftlich angespannten Zeiten wichtig, damit wir unsere Klimastrategie STRzero Schritt für Schritt umsetzen können.“

Geschäftsführer Ulrich Heppe

Warum das auch für Flugreisende relevant ist

Auf den ersten Blick klingt das nach einem rein technischen und unternehmerischen Thema. Doch die Auswirkungen sind auch für Passagiere spürbar – wenngleich oft indirekt:

  • Weniger Kerosingeruch am Gate: PCA-Systeme bedeuten, dass das APU-Triebwerk ausgeschaltet ist, wenn Sie das Flugzeug betreten. Der typische Abgasgeruch in der Gangway wird deutlich reduziert.
  • Geringerer Lärm auf dem Vorfeld: Wer schon einmal beobachtet hat, wie laut ein laufendes APU ist, wird den Unterschied beim nächsten Stuttgarter Abflug möglicherweise unbewusst wahrnehmen.
  • Airlines mit niedrigeren Betriebskosten: Weniger APU-Betrieb spart Kerosin und Wartungskosten. Das kann – zumindest mittelfristig – preisdämpfend auf Ticketpreise wirken.
  • Nachhaltigere Wahl beim Reisen: Wer am STR abfliegt, reist ab 2028 von einem Flughafen, dessen Bodeninfrastruktur zu den modernsten und emissionsärmsten Europas zählen soll.

Entspannt und nachhaltig zum Flug: Parken am Flughafen Stuttgart 🚗

Wer den Weg zum Flughafen Stuttgart entspannt angehen möchte, ohne auf Nachhaltigkeit zu verzichten, hat beim Parken die Wahl zwischen verschiedenen komfortablen Optionen. Park-Sleep-Fly.de bietet bewährte Parkplätze in direkter Flughafennähe – mit Shuttle-Service, gesichertem Gelände und fairen Preisen.

Airparks Parkhaus Stuttgart

Überdachtes Parken in einem modernen Parkhaus mit umzäuntem und videoüberwachtem Gelände. Kein Schlüsselabgabe nötig – der individuelle Shuttle-Transfer zum Terminal dauert nur ca. 10 Minuten und ist von 03:00 Uhr bis zur letzten Rückkunft inklusive. Ab 59 € für 7 Tage.

Airparks Parkhaus Stuttgart Oberdeck

Die günstigere Variante im selben Parkhaus – auf dem Oberdeck parken Sie offen, aber sicher mit regelmäßigen Kontrollgängen durch geschultes Personal. Transfer zum Flughafen inklusive, ebenfalls ohne Schlüsselabgabe. Ab 52 € für 7 Tage.

Airparks Parkplatz Stuttgart

Außenparkplatz ohne Höhenbeschränkung – ideal auch für SUVs und größere Fahrzeuge. Das umzäunte und rund um die Uhr überwachte Gelände in Filderstadt bietet sicheres Parken ohne Schlüsselübergabe, mit individuellem Shuttle-Service zum Terminal. Ab 54 € für 7 Tage.

Eine vollständige Übersicht aller Parkmöglichkeiten am Flughafen Stuttgart finden Sie auf der Parken-Übersichtsseite für den Flughafen Stuttgart.

Früh abfliegen ohne Stress: Hotels am Flughafen Stuttgart 🏨

Gerade bei Frühflügen lohnt sich eine Übernachtung direkt am Flughafen. Wer zudem sein Fahrzeug am Hotel stehen lassen möchte, findet bei Park-Sleep-Fly.de attraktive Kombi-Angebote aus Übernachtung und Parken.

Wyndham Stuttgart Airport Messe

Das einzige Hotel mit solcher Auszeichnung und in dieser Auswahl, das ohne Transfer auskommt: Das Terminal ist in nur 5 Minuten zu Fuß erreichbar. Restaurant und Bar sowie ein Fitnessbereich sorgen für einen angenehmen Abend vor dem Abflug. Ab 141,50 € für 7 Tage inkl. Parken.

Mercure Hotel Stuttgart Airport Messe

Das Mercure überzeugt mit Restaurant, Bar, Fitnesscenter und Sauna. Der Transfer zum Flughafen erfolgt bequem mit dem Hin- und Rückfahrtticket der U-Bahn-Linie U6 – urban, schnell und unkompliziert. Ab 158 € für 7 Tage inkl. Parken.

Airport-Messe-Hotel Stuttgart

Das Airport-Messe-Hotel punktet mit inkludiertem Frühstück oder Morgen-Snack, einem Shuttle zum Flughafen (Dauer ca. 14 Minuten, alle 30 Minuten ab 03:00 Uhr) und geräumigen Superiorzimmern mit Kitchenette – ideal für längere Aufenthalte oder frühe Abflüge. Eine Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge ist gegen Gebühr verfügbar. Ab 201 € für 7 Tage inkl. Parken.

Alle verfügbaren Hotels mit Parken am Flughafen Stuttgart auf einen Blick finden Sie auf der Hotel-Übersichtsseite für den Flughafen Stuttgart.

STRzero, AGENDA und PCA: Stuttgart fliegt grüner – und Sie starten entspannt

Der Flughafen Stuttgart beweist mit dem AGENDA-Konsortium und der Klimastrategie STRzero, dass Klimaschutz im Flugbetrieb keine Theorie bleiben muss. Die Installation moderner PCA-Systeme, der Ausbau von Solaranlagen und Batteriespeichern sowie die gezielte Nutzung von EU-Fördermitteln ergeben ein schlüssiges Bild: Stuttgart will bis 2040 netto-treibhausgasneutral operieren – und geht dabei strukturierte, messbare Schritte. Die erwartete CO₂-Einsparung von 1.500 Tonnen pro Jahr ist dabei nicht nur eine Zahl, sondern entspricht in etwa dem jährlichen CO₂-Fußabdruck von rund 150 deutschen Durchschnittshaushalten.

Für Sie als Reisenden bedeutet das: Schon der Abflug ab Stuttgart ist ein kleines Statement für klimabewusstes Reisen. Wer dann noch auf ein durchdachtes Park-Sleep-Fly-Angebot setzt, kombiniert Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit – und startet seinen Urlaub oder seine Geschäftsreise vom ersten Moment an entspannt.

Fachbegriffe erklärt

PCA-System (Pre-conditioned Air)

Ein Pre-conditioned Air-System ist eine bodengebundene Anlage, die ein am Gate stehendes Flugzeug mit vortemperierter Luft versorgt – also mit Klimatisierung aus einer externen Quelle. Die Luft wird über einen flexiblen Schlauch direkt in die Klimaanlage des Flugzeugs eingespeist. Dadurch kann das bordeigene Hilfstriebwerk (APU) abgeschaltet bleiben. PCA-Systeme werden elektrisch betrieben und können mit Ökostrom oder selbst erzeugtem Solarstrom gespeist werden. Sie sind heute an modernen internationalen Flughäfen Standard an Terminal-nahen Gates, fehlen aber an vielen europäischen Regional- und Mittelflughäfen noch weitgehend – weshalb Projekte wie AGENDA so wichtig sind.

APU (Auxiliary Power Unit)

Die Auxiliary Power Unit ist ein kleines Gasturbinentriebwerk, das üblicherweise im Heckbereich eines Verkehrsflugzeugs eingebaut ist. Es versorgt das Flugzeug am Boden unabhängig von den Haupttriebwerken mit elektrischer Energie und Druckluft für die Klimaanlage. Das APU verbraucht je nach Flugzeugtyp zwischen 100 und 200 Kilogramm Kerosin pro Stunde und erzeugt erheblichen Lärm sowie direkte CO₂- und NOₓ-Emissionen am Boden. Durch den Einsatz externer Versorgungssysteme wie PCA und 400-Hz-Bodenstrom kann der APU-Betrieb minimiert werden – mit messbaren ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen.

AFIF (Alternative Fuels Infrastructure Facility)

Das Alternative Fuels Infrastructure Facility ist ein EU-Förderprogramm, das im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) Investitionen in alternative Kraftstoffinfrastrukturen für Verkehrsträger – darunter auch die Luftfahrt – fördert. AFIF zielt darauf ab, die Verbreitung von Ladeinfrastruktur, Wasserstoffanlagen, LNG-Terminals und elektrischen Bodenversorgungssystemen an europäischen Verkehrsknotenpunkten zu beschleunigen. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss und ist an klar definierte Nachhaltigkeits- und Interoperabilitätsziele geknüpft.

CINEA (European Climate, Infrastructure and Environment Executive Agency)

Die CINEA ist eine Exekutivagentur der Europäischen Kommission, die für die Verwaltung mehrerer EU-Förderprogramme zuständig ist, darunter die Connecting Europe Facility (CEF), den Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds sowie Teile des LIFE-Programms. CINEA administriert im Bereich Verkehr und Infrastruktur Milliardenprogramme zur Dekarbonisierung und Modernisierung europäischer Mobilitätsinfrastruktur – also auch Projekte wie AGENDA am Flughafen Stuttgart.

ACI Europe (Airports Council International Europe)

ACI Europe ist der europäische Dachverband der Flughäfen und vertritt rund 500 Flughäfen in über 55 Ländern. Der Verband koordiniert branchenweite Initiativen zu Nachhaltigkeit, Sicherheit, Passagierrechten und Regulierungsfragen. Im Rahmen des AGENDA-Projekts übernimmt ACI Europe die Konsortiumsführung und stellt sicher, dass die entwickelten Standards und Erkenntnisse auf weitere europäische Flughäfen übertragbar sind. ACI Europe ist auch Träger des Airport Carbon Accreditation-Programms (ACA), dem wichtigsten Zertifizierungsstandard für Klimaschutz an Flughäfen weltweit.

STRzero

STRzero ist die offizielle Klimastrategie der Flughafen Stuttgart GmbH mit dem Ziel, den gesamten Flughafenbetrieb bis zum Jahr 2040 netto-treibhausgasneutral zu gestalten. Die Strategie umfasst Maßnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Bodentechnologien, Mobilität, Gebäudeeffizienz und Kompensation. Der Begriff „STR“ bezieht sich auf den IATA-Code des Flughafens Stuttgart, „zero“ steht für das Netto-Null-Emissionsziel. STRzero ist als verbindlicher Unternehmensfahrplan in der Gesamtstrategie der FSG verankert und wird regelmäßig durch externe Zertifizierungen und öffentliche Berichte transparent gemacht.


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