Cargo Center 3 am Airport Nürnberg: Baustart für den neuen Frachthub in Nordbayern
Der Weg ist geebnet für den Bau des neuen Cargo Centers am Airport Nürnberg. Von links: Uwe Müller, Leiter Non-Aviation vom Flughafen; Elisabeth Ludwig-Kratzer, Verkaufsingenieurin Goldbeck; Ringo Haritz, Niederlassungsleiter Goldbeck; Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe. Bild: Airport Nürnberg / Christian Albrecht
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
Der Flughafen Nürnberg (NUE) erweitert seine Frachtinfrastruktur mit dem Neubau des Cargo Centers 3 (CCN 3). Hauptnutzer wird die CHI NUE Cargo Handling GmbH, den Bau übernimmt die GOLDBECK Ost GmbH als Generalunternehmer. Der offizielle Baustart ist für Dienstag, 4. August, von 10:00 bis 11:00 Uhr am Baufeld am Flughafenkreisel angesetzt. Vor Ort werden Bayerns Finanzminister Albert Füracker, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König und Flughafen-Geschäftsführer Dr. Michael Hupe sein. Hintergrund des Projekts ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Logistikflächen in der Metropolregion.
Baustart für das Cargo Center 3 am Airport Nürnberg
Wer sich in Nordbayern für Luftfracht, Industrie-Logistik oder die wirtschaftliche Entwicklung der Region interessiert, bekommt in diesen Tagen ein handfestes Zeichen: Am Airport Nürnberg wird die Frachtseite spürbar größer. Mit dem Cargo Center 3, kurz CCN 3, entsteht am Standort ein neues Gebäude, das die bestehende Cargo-Infrastruktur gezielt erweitert. Der offizielle Baustart ist auf Dienstag, den 4. August, terminiert. Gebaut wird direkt am Baufeld am Flughafenkreisel, also unmittelbar an der Zufahrt zum Airport. Alle aktuellen Entwicklungen rund um den Standort findest du in der Kategorie Flughafen Nürnberg Albrecht Dürer (NUE) ✈ News.
Realisiert wird das Projekt von der GOLDBECK Ost GmbH als Generalunternehmer. Hauptnutzer der neuen Halle wird die CHI NUE Cargo Handling GmbH, also jenes Unternehmen, das am Standort für die physische Abfertigung der Luftfracht zuständig ist. Cargo Handling meint dabei genau das, was der Begriff verspricht: Sendungen annehmen, zwischenlagern, sortieren, für Flieger oder Empfänger bereitstellen. Klingt banal, ist aber das operative Rückgrat jedes Frachtflughafens. 📦
Als Begründung für den Neubau nennt der Flughafen Nürnberg die anhaltend hohe Nachfrage nach Logistikflächen am Standort. Der NUE will sich damit als bedeutender Logistikstandort in Nordbayern weiter festigen. Für dich als Reisende oder Reisenden mag das im ersten Moment ein Randthema sein, im zweiten aber nicht: Ein wirtschaftlich stabil aufgestellter Regionalflughafen bleibt langfristig relevant, hält Streckennetze attraktiv und investiert eher in seine Infrastruktur, auch dort, wo sie Passagiere direkt betrifft.
Prominente Beteiligung beim offiziellen Spatenstich
Am 4. August, von 10:00 bis 11:00 Uhr, wird der Spatenstich am Baufeld am Flughafenkreisel entsprechend hochkarätig besetzt. Die politische Ebene ist gleich doppelt vertreten: Zum einen kommt Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, der zugleich als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Nürnberg GmbH fungiert. Zum anderen ist Marcus König vor Ort, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Betreibergesellschaft.
Für die operative Ebene des Flughafens spricht Geschäftsführer Dr. Michael Hupe. Die ausführende Baufirma vertritt Ringo Haritz, Niederlassungsleiter der GOLDBECK Ost GmbH. Diese Konstellation macht auch die Eigentümerstruktur des Flughafens sichtbar: Freistaat Bayern und Stadt Nürnberg tragen die Flughafen Nürnberg GmbH gemeinsam, und beide Ebenen stehen sichtbar hinter dem Ausbau. Baustarts in dieser Besetzung sind in der Regel ein Signal für mittelfristige Investitionssicherheit am Standort.
- Albert Füracker — Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Aufsichtsratsvorsitzender Flughafen Nürnberg GmbH
- Marcus König — Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Flughafen Nürnberg GmbH
- Dr. Michael Hupe — Geschäftsführer Flughafen Nürnberg GmbH
- Ringo Haritz — Niederlassungsleiter GOLDBECK Ost GmbH
NUE als Logistikstandort: Warum Cargo-Kapazität in Nordbayern gefragt ist
Der Ausbau am NUE steht nicht im luftleeren Raum. Regionalflughäfen mit Cargo-Infrastruktur übernehmen in europäischen Frachtnetzen typischerweise eine sogenannte Spoke-Funktion: Sie bündeln regionales Frachtaufkommen und speisen es in größere internationale Hubs ein. Für Nürnberg ist das ein naheliegendes Modell, denn die Metropolregion Nürnberg zählt zu den exportstärksten Regionen Deutschlands. Maschinenbau, Automotive, Elektronik, Medizintechnik: Wer hier produziert, versendet, oft zeitkritisch.
Genau darauf zielt der Neubau. Zusätzliche Logistikflächen am Airport bedeuten in der Praxis mehr Umschlagfläche für die CHI NUE Cargo Handling GmbH und damit potenziell kürzere, robustere Lieferketten für ansässige Unternehmen. Wachstumstreiber sind absehbar: E-Commerce-Logistik mit ihrer engen Taktung, Pharmazeutika mit strengen Zeit- und Temperaturvorgaben, Automotive-Ersatzteile im Just-in-Time-Modus. In allen drei Segmenten spielt Luftfracht ihre Stärke aus, weil sie Zeit spart, wo Zeit teuer ist.
Für den Standort NUE ist das strategisch interessant, weil die Konkurrenz nicht nur aus anderen Flughäfen besteht, sondern auch aus reinen Straßen-Logistikzentren der Region. Ein modernes Cargo Center direkt am Vorfeld verkürzt Wege, die anderswo mit Lkw überbrückt werden müssten. Ob das Projekt langfristig auch neue Cargo-Carrier anzieht, wird sich zeigen, sobald das CCN 3 in Betrieb geht.
Cargo Center 3 als Signal für den Standort NUE
Mit dem Spatenstich für das CCN 3 setzt der Airport Nürnberg ein klares Zeichen: Der Flughafen investiert in seine Zukunft als Frachtstandort und reagiert damit direkt auf reale Marktbedürfnisse der nordbayerischen Wirtschaft. Wie stark das Projekt am Ende wirken wird, hängt davon ab, wie sich die neuen Kapazitäten mit der Marktentwicklung in der Region decken. Fest steht: Fertigstellung und Inbetriebnahme des CCN 3 durch die CHI NUE Cargo Handling GmbH sind der nächste Meilenstein für den Standort NUE.
Und wenn du selbst über Nürnberg fliegst, unabhängig davon, ob privat in den Urlaub oder für einen mehrtägigen Termin: Ein Flughafen, der solche Investitionen stemmt, bleibt in der Regel auch für Passagiere ein verlässlicher Ausgangspunkt. Wer am Vorabend anreist und in einem Hotel am Flughafen Nürnberg übernachtet, startet ohne Stau-Stress und ausgeruht in den Tag. Vor allem bei früheren Abflugzeiten ein echter Unterschied. Das Mövenpick Hotel Nürnberg-Airport liegt nur wenige Schritte vom Terminal entfernt und lässt sich gut mit einem Park-Sleep-Fly-Aufenthalt kombinieren. Günstige Parkplätze am Nürnberger Flughafen finden Sie hier. ✈
Häufige Fragen zum Cargo Center 3 am Airport Nürnberg
Was ist das Cargo Center 3 (CCN 3) am Airport Nürnberg?
Das Cargo Center 3 (CCN 3) ist ein Neubau am Flughafen Nürnberg (NUE), der die bestehende Frachtinfrastruktur des Airports erweitert. Es entsteht als Reaktion auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Logistikflächen am Standort.
Wer wird das neue Cargo Center 3 am NUE hauptsächlich nutzen?
Hauptnutzer des CCN 3 wird die CHI NUE Cargo Handling GmbH. Sie ist für die physische Abfertigung von Luftfracht am Standort Nürnberg zuständig.
Wer baut das Cargo Center 3 und wann beginnt der Bau?
Generalunternehmer ist die GOLDBECK Ost GmbH. Der offizielle Baustart findet am 4. August am Baufeld am Flughafenkreisel des Airport Nürnberg (NUE) statt.
Was bedeutet Cargo Handling im Kontext eines Flughafens?
Cargo Handling bezeichnet die physische Abfertigung von Luftfracht am Flughafen: das Entgegennehmen, Lagern, Sortieren und Übergeben von Frachtsendungen an Fluggesellschaften oder Empfänger.
Welche Bedeutung hat der Ausbau für die Region Nordbayern?
Mit dem CCN 3 stärkt der Airport Nürnberg (NUE) seine Position als Logistikstandort in Nordbayern. Die Metropolregion Nürnberg ist eine exportstarke Industrieregion; zusätzliche Frachtkapazitäten am NUE können kürzere Lieferketten für ansässige Unternehmen ermöglichen.
Stand: Juli 2026
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