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GREENVOLT: Fraport investiert 8,5 Millionen Euro in nachhaltige Infrastruktur am Flughafen Frankfurt

Veröffentlicht am: Ralf Zmölnig CEO u. CvD Park-Sleep-Fly

Die Fraport AG setzt am Flughafen Frankfurt (FRA) mit dem EU-geförderten Projekt GREENVOLT ein konkretes Zeichen für nachhaltigeren Flughafenbetrieb: Bis Ende 2027 entstehen an neun Vorfeldpositionen neue Bodenstromanlagen, 322 zusätzliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge sowie ein Batteriespeicher im Süden des Flughafengeländes. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 8,5 Millionen Euro, wovon die Europäische Union im Rahmen der Förderinitiative Connecting Europe Facility (CEF) 2,55 Millionen Euro beisteuert. Das Projekt reduziert CO₂-Emissionen, Luftschadstoffe und Lärm spürbar und legt die technische Grundlage für die vollständige Elektrifizierung der Bodenverkehrsdienste am größten deutschen Flughafen-Hub.

GREENVOLT: Das EU-Förderprojekt der Fraport AG im Überblick

Fraport Flugzeugabfertigung am Gate mit Passagierbrücke, elektrischen Bodenstromkabeln, Elektrofahrzeugen und abgesperrtem Vorfeld vor Startbereitstellung
Flugzeugabfertigung am Boden mit Passagierbrücke und elektrischen Bodenfahrzeugen bei Fraport.

Die Fraport AG hat das Grant Agreement für das GREENVOLT-Projekt offiziell unterzeichnet und damit den Startschuss für eines der ambitioniertesten Nachhaltigkeitsprogramme in der Geschichte des Flughafens Frankfurt gegeben. Das Gesamtprojektvolumen von 8,5 Millionen Euro wird zu 30 Prozent — also mit 2,55 Millionen Euro — durch die Europäische Union finanziert. Die Fördermittel stammen aus dem CEF-Programm (Connecting Europe Facility), das gezielt Infrastrukturprojekte im europäischen Transportsektor unterstützt, die zur Dekarbonisierung beitragen.

GREENVOLT umfasst drei zentrale Maßnahmenbereiche, die in ihrer Kombination eine systemische Wirkung entfalten sollen:

  • ⚡ Ausbau der Bodenstromversorgung an neun Vorfeldpositionen
  • 🔌 Installation von 322 neuen Ladepunkten für elektrische Bodenfahrzeuge
  • 🔋 Errichtung eines Batteriespeichers zur Nutzung von Solarenergie
MaßnahmeDetailsWirkung
Bodenstromversorgung9 neue VorfeldpositionenAbschaltung von Hilfstriebwerken, weniger Kerosinverbrauch
Ladepunkte E-Fahrzeuge322 neue Ladepunkte im VorfeldarealElektrifizierung der Bodenverkehrsdienste
BatteriespeicherSüdbereich des Flughafens, gekoppelt an PV-Anlage Startbahn WestSpeicherung und flexible Bereitstellung von Solarenergie

GREENVOLT verknüpft erstmals am Flughafen Frankfurt drei emissionsreduzierende Technologiebereiche zu einem integrierten Nachhaltigkeitssystem — von der Stromerzeugung über die Speicherung bis zum direkten Einsatz auf dem Vorfeld.

Bodenstrom statt Hilfstriebwerk: Was das für Passagiere und Umwelt bedeutet

Die Erweiterung der Bodenstromversorgung an neun Vorfeldpositionen des Flughafens Frankfurt ist eine der wirkungsvollsten Einzelmaßnahmen des GREENVOLT-Projekts. Wenn ein Flugzeug nach der Landung an einer dieser Positionen steht, können die Crews künftig bei geeigneten Witterungsbedingungen ihr Hilfstriebwerk — das sogenannte Auxiliary Power Unit (APU) — abschalten und stattdessen Bodenstrom aus dem Netz beziehen.

Die APU ist ein kleines Strahltriebwerk, das im Rumpfheck des Flugzeugs verbaut ist und am Boden Strom sowie Klimatisierung liefert, wenn die Haupttriebwerke abgestellt sind. APUs verbrauchen je nach Flugzeugtyp zwischen 150 und 350 Liter Kerosin pro Stunde und erzeugen dabei erhebliche Mengen an Stickoxiden, Feinstaub und Lärm — mitten auf dem Vorfeld, in direkter Nähe zu Terminals und Wohngebieten. Durch den Umstieg auf elektrischen Bodenstrom entfällt dieser lokale Schadstoffausstoß vollständig.

322 neue Ladepunkte: Die Elektrifizierung der Bodenverkehrsdienste

Die 322 neuen Ladepunkte, die Fraport im gesamten Vorfeldareal des Flughafens Frankfurt verteilt, richten sich primär an die Bodenverkehrsdienste und andere Unternehmen, die auf dem Vorfeld tätig sind. Zu diesen zählen Gepäckschlepper, Treppenfahrzeuge, Pushback-Fahrzeuge, Cateringwagen und Wartungsgerät — eine Fahrzeugflotte, die bislang überwiegend mit Diesel betrieben wird und täglich Hunderte von Einsätzen auf engem Raum absolviert.

Die flächendeckende Verteilung der Ladepunkte über das Vorfeld ist dabei entscheidend: Elektrofahrzeuge lassen sich so direkt an ihrem Einsatzort laden, ohne weite Wege zu zentralen Ladestationen zurücklegen zu müssen. Das steigert die Effizienz des Betriebs und macht den Umstieg auf Elektroantrieb für die auf dem Vorfeld aktiven Unternehmen wirtschaftlich attraktiv.

Batteriespeicher und Solarenergie: Der Kreislauf schließt sich

Im Süden des Flughafens Frankfurt errichtet Fraport im Rahmen von GREENVOLT einen Batteriespeicher, der direkt an die bestehende Photovoltaikanlage an der Startbahn West gekoppelt ist. Diese PV-Anlage produziert tagsüber Solarstrom, dessen Erzeugung jedoch naturgemäß von Wetterbedingungen und Tageszeit abhängt und nicht immer mit dem aktuellen Bedarf des Vorfelds übereinstimmt.

Der Batteriespeicher löst dieses Problem: Überschüssige Solarenergie wird zwischengelagert und dann abgerufen, wenn auf dem Vorfeld — etwa bei der gleichzeitigen Abfertigung mehrerer Maschinen — ein erhöhter Strombedarf besteht. Damit erhöht Fraport den Anteil erneuerbarer Energien am Flughafenbetrieb und reduziert die Abhängigkeit vom externen Stromnetz in Lastspitzen.

Nachhaltigkeitsstrategie der Fraport AG: Net Zero bis 2045

Das GREENVOLT-Projekt ist eingebettet in die konzernweite Klimaschutzstrategie der Fraport AG, die sich das Ziel gesetzt hat, bis spätestens 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten den Status Net Zero zu erreichen. Net Zero bezeichnet dabei Treibhausgasneutralität — also einen Zustand, in dem die verbleibenden Emissionen vollständig durch Einsparungen oder Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden.

Besonders bemerkenswert: Fraport bezieht in seine Klimabilanz nicht mehr ausschließlich CO₂ ein, sondern sämtliche klimarelevanten Treibhausgase — darunter Methan, Lachgas und fluorierte Kohlenwasserstoffe. Die Bilanzierung erfolgt nach den Scopes 1 und 2, also sowohl für direkte Emissionen aus eigenen Quellen als auch für indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie.

„Mit GREENVOLT setzen wir ein klares Zeichen für nachhaltige Innovation am Standort Frankfurt. Wir investieren gezielt in emissionsarme Technologien und treiben die Transformation unserer Infrastruktur voran. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele und zur Zukunftsfähigkeit des Luftverkehrs.“
Dr. Jennifer Berz, Vice President Strategy & Sustainability der Fraport AG

Connecting Europe Facility: Was steckt hinter der EU-Förderung?

Die Connecting Europe Facility (CEF) ist das zentrale EU-Förderprogramm für strategische Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr, Energie und Digitales. Im Verkehrssektor finanziert die CEF insbesondere Vorhaben, die zur Dekarbonisierung des europäischen Transportsystems beitragen — und Flughafenprojekte wie GREENVOLT passen damit exakt in den Förderschwerpunkt. Die Förderquote von rund 30 Prozent am Gesamtvolumen ist für ein solches Infrastrukturprojekt signifikant und unterstreicht, dass die EU-Kommission die Elektrifizierung der Bodeninfrastruktur als prioritär einstuft.

Parken und Übernachten am Flughafen Frankfurt: Jetzt clever kombinieren

Der Flughafen Frankfurt (FRA) ist als größter Luftfahrt-Hub Deutschlands Ausgangspunkt für Millionen von Reisen — und genau hier setzt park-sleep-fly.de an: Wer vor einem Abflug aus Frankfurt stressfrei anreisen möchte, findet auf park-sleep-fly.de Hotels mit Parkmöglichkeit sowie günstige Parkplätze mit Shuttle- oder Valet-Service, die ideal für kurze wie längere Reisen geeignet sind.

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GREENVOLT und nachhaltiger Flughafenbetrieb in Frankfurt: Das Wichtigste im Überblick

Die Fraport AG treibt mit dem EU-geförderten GREENVOLT-Projekt die Transformation des Flughafens Frankfurt (FRA) zu einem klimafreundlicheren Luftfahrt-Hub voran. Mit 322 neuen Ladepunkten für Elektrofahrzeuge, Bodenstromversorgung an neun Vorfeldpositionen und einem Batteriespeicher für selbst erzeugte Solarenergie entsteht bis Ende 2027 eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den CO₂-Ausstoß, Lärm und Luftschadstoffe am Flughafenvorfeld deutlich senkt. Das Projekt ist Teil der konzernweiten Net-Zero-Strategie von Fraport, die Treibhausgasneutralität bis 2045 zum Ziel hat.

Wer als Reisender selbst einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten möchte, kann das bereits bei der Anreise zum Flughafen tun: Mit einem vorgebuchten Parkplatz mit Shuttle-Service oder einem Hotel mit Parkmöglichkeit entfällt das aufwendige Suchen nach einem Stellplatz, und der Flughafen wird effizient per Shuttle erreicht — stressfrei, pünktlich und ohne Umwege. park-sleep-fly.de bietet dafür ein umfangreiches Angebot direkt für den Flughafen Frankfurt.

Fachbegriffe aus diesem Artikel erklärt

Was ist das GREENVOLT-Projekt?

GREENVOLT ist ein EU-gefördertes Infrastrukturprojekt der Fraport AG am Flughafen Frankfurt, das bis Ende 2027 neue Bodenstromanlagen, 322 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und einen Batteriespeicher umfasst, um den CO₂-Ausstoß und die Luftschadstoffbelastung auf dem Flughafenvorfeld zu reduzieren. Das Gesamtvolumen beträgt 8,5 Millionen Euro, davon finanziert die EU 2,55 Millionen Euro.

Was ist Bodenstrom und warum ist er wichtig?

Bodenstrom bezeichnet die externe Stromversorgung eines Flugzeugs am Boden über eine am Flughafen installierte Anlage, die das bordeigene Hilfstriebwerk (APU) ersetzen kann. Da das Hilfstriebwerk (APU) Kerosin verbrennt und dabei CO₂, Stickoxide und Feinstaub ausstößt, trägt die Nutzung von Bodenstrom erheblich zur Reduzierung lokaler Emissionen und des Kerosinverbrauchs bei.

Was ist ein Hilfstriebwerk bzw. eine APU?

Ein Hilfstriebwerk — englisch Auxiliary Power Unit (APU) — ist ein kleines Strahltriebwerk, das im Rumpfheck von Passagierflugzeugen eingebaut ist und am Boden Strom sowie Klimatisierung liefert, wenn die Haupttriebwerke abgestellt sind. APUs verbrauchen je nach Flugzeugtyp 150 bis 350 Liter Kerosin pro Stunde und erzeugen dabei Lärm sowie lokale Luftschadstoffe, was durch Bodenstromversorgung vermieden werden kann.

Was bedeutet Net Zero im Kontext von Fraport?

Net Zero bedeutet Treibhausgasneutralität — also einen Zustand, in dem ein Unternehmen keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr in die Atmosphäre abgibt, weil verbleibende Emissionen durch entsprechende Einsparungen oder Kompensationsmaßnahmen vollständig ausgeglichen werden. Die Fraport AG verpflichtet sich, diesen Status bis spätestens 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten innerhalb der Scopes 1 und 2 zu erreichen, wobei alle klimarelevanten Treibhausgase — nicht nur CO₂ — bilanziert werden.

Was sind Scope 1 und Scope 2 Emissionen?

Scope 1 bezeichnet direkte Treibhausgasemissionen, die aus eigenen oder kontrollierten Quellen eines Unternehmens stammen — zum Beispiel aus dem Betrieb von Fahrzeugen oder Heizungsanlagen. Scope 2 umfasst indirekte Emissionen, die durch den Verbrauch eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme entstehen. Fraport bilanziert im Rahmen seiner Net-Zero-Strategie beide Kategorien an allen vollkonsolidierten Standorten.

Was ist die Connecting Europe Facility (CEF)?

Die Connecting Europe Facility (CEF) ist ein Finanzierungsinstrument der Europäischen Union, das strategische Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr, Energie und Digitales fördert. Im Transportsektor unterstützt die CEF prioritär Vorhaben, die zur Dekarbonisierung des europäischen Verkehrssystems beitragen — darunter auch die Elektrifizierung von Flughafeninfrastrukturen wie im Rahmen von GREENVOLT am Flughafen Frankfurt.

Was sind Bodenverkehrsdienste?

Bodenverkehrsdienste — englisch Ground Handling — umfassen alle am Boden erbrachten Dienstleistungen rund um die Abfertigung von Flugzeugen, Passagieren und Gepäck am Flughafen. Dazu gehören das Be- und Entladen von Gepäck und Fracht, das Betanken, das Catering, der Pushback-Service sowie die Bereitstellung von Treppenfahrzeugen und Bodenfahrzeugen. Da diese Fahrzeuge bislang überwiegend mit Diesel betrieben werden, ist ihre Elektrifizierung ein zentrales Ziel des GREENVOLT-Projekts.

Was ist ein Batteriespeicher im Flughafenkontext?

Ein Batteriespeicher ist eine stationäre Anlage, die elektrische Energie zwischenspeichert und bei Bedarf wieder abgibt. Im Kontext des GREENVOLT-Projekts am Flughafen Frankfurt speichert der geplante Batteriespeicher im Süden des Geländes überschüssige Energie aus der Photovoltaikanlage an der Startbahn West und stellt diese flexibel bereit, wenn auf dem Vorfeld — etwa bei der gleichzeitigen Abfertigung mehrerer Flugzeuge — ein erhöhter Strombedarf besteht.


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