Fraport Geschäftsjahr 2025: Terminal 3 öffnet, Free Cash Flow kehrt ins Plus zurück
Der Fraport-Konzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung abgeschlossen: Das EBITDA stieg auf 1,44 Milliarden Euro, der Free Cash Flow kehrte nach sieben Jahren erstmals wieder ins Plus zurück, und das konzernweite Passagieraufkommen übertraf mit 184 Millionen Fluggästen zum ersten Mal die Vor-Corona-Werte von 2019. Am Heimatstandort Frankfurt (FRA) steht mit dem neuen Terminal 3 ein Meilenstein bevor: Am 23. April 2026 nimmt das rund vier Milliarden Euro teure Abfertigungsgebäude seinen Betrieb auf und schafft Kapazität für jährlich 19 Millionen zusätzliche Passagiere.
Inhaltsverzeichnis
Fraport-Konzern erzielt im Geschäftsjahr 2025 starkes Umsatz- und Ergebniswachstum

Der Fraport-Konzern steigerte den bereinigten Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2025 um 8,2 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren das steigende Passagieraufkommen in allen Konzernregionen, positive Preiseffekte sowie eine höhere Nachfrage nach Ground-Handling-Leistungen. Das operative Ergebnis zog ebenfalls kräftig an: Das Konzern-EBITDA kletterte um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Beim Konzern-Ergebnis verzeichnete der Flughafenbetreiber hingegen einen Rückgang um 6,7 Prozent auf 468,1 Millionen Euro — eine direkte Folge höherer Abschreibungen im Zusammenhang mit der neuen Terminalinfrastruktur in Lima sowie des Wegfalls eines Einmaleffekts aus dem Vorjahr (Verkauf des Russlandgeschäfts, ca. 45 Millionen Euro).
| Kennzahl | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (bereinigt, Mrd. €) | 3,89 | 4,21 | +8,2 % |
| EBITDA (Mrd. €) | 1,30 | 1,44 | +10,4 % |
| Konzern-Ergebnis (Mio. €) | 501,9 | 468,1 | –6,7 % |
| Free Cash Flow (Mio. €) | –674,7 | +24,4 | ca. +699 Mio. € |
| Netto-Finanzschulden / EBITDA | 6,4 | 5,7 | –0,7 |
Kernaussage: Trotz eines leichten Rückgangs beim Konzernergebnis verbesserten sich alle operativen Kernkennzahlen deutlich — der sprunghafte Anstieg des Free Cash Flow markiert dabei die wichtigste Trendumkehr seit Jahren.
Free Cash Flow erstmals seit 2018 wieder positiv — ein Wendepunkt für Fraport
Der Free Cash Flow des Fraport-Konzerns lag 2025 mit 24,4 Millionen Euro erstmals seit dem Jahr 2018 wieder im positiven Bereich — ein Sprung von annähernd 700 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von minus 674,7 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte betont die strategische Tragweite dieser Entwicklung: Das Auslaufen der großen Kapazitätserweiterungen an den Flughäfen Lima und Antalya sowie absehbar auch in Frankfurt schafft künftig deutlich mehr finanziellen Spielraum für den Schuldenabbau und steigende Dividendenzahlungen. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu EBITDA verbesserte sich im gleichen Zug von 6,4 auf 5,7 — sobald dieser Wert auf Jahressicht unter fünf fällt, ist laut Fraport ein Anstieg der Ausschüttungssumme möglich. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorgeschlagen.
Passagieraufkommen des Fraport-Konzerns übertrifft erstmals das Vorkrisenniveau von 2019 ✈️
Das weltweite Passagieraufkommen des Fraport-Konzerns erreichte im Jahr 2025 mit insgesamt 184 Millionen Fluggästen zum ersten Mal einen Wert leicht oberhalb des Vorkrisenjahres 2019 (plus 1 Prozent). Die stärksten Zuwächse gegenüber 2019 verbuchen die internationalen Portfolioflughäfen:
- 14 griechische Flughäfen: +23 % gegenüber 2019
- Flughafen Antalya: +10 % gegenüber 2019
- Flughafen Lima: +8 % gegenüber 2019
- Flughafen Frankfurt (FRA): +2,6 % gegenüber 2024, aber noch –10 % gegenüber 2019
Frankfurt hinkt dem eigenen Konzernportfolio weiterhin hinterher
Der Flughafen Frankfurt (FRA) wächst zwar absolut — plus 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr — liegt aber mit einem Minus von zehn Prozent gegenüber 2019 deutlich hinter dem Konzernschnitt. Dr. Stefan Schulte macht dafür explizit die hohen regulierten Standortkosten in Deutschland verantwortlich, insbesondere die Luftverkehrsteuer. Als positives Gegenbeispiel nennt der Fraport-Chef Schweden, wo die vollständige Abschaffung der Luftverkehrsteuer zu spürbaren Wachstumsschüben geführt hat. Die angekündigte Rücknahme der jüngsten Erhöhung der deutschen Luftverkehrsteuer sei ein erster richtiger Schritt — weitere Kostensenkungen seien jedoch nötig, um eine echte Trendwende einzuleiten.
Frankfurt bleibt Europas größter Cargo-Flughafen
Im Frachtbereich behauptete der Flughafen Frankfurt (FRA) seine Führungsposition in Europa: Das Cargo-Aufkommen wuchs 2025 um 1,1 Prozent auf rund 2,1 Millionen Tonnen — ein Zuwachs, der die europäische Konkurrenz übertraf und Frankfurt erneut zum größten Frachtflughafen des Kontinents macht.
Terminal 3 am Flughafen Frankfurt öffnet am 23. April 2026 nach zehn Jahren Bauzeit
Das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt (FRA) nimmt am 23. April 2026 seinen Betrieb auf — nach einer Bauzeit von rund zehn Jahren und einem Investitionsvolumen von etwa vier Milliarden Euro. Das Gebäude im Süden des Flughafengeländes bietet Kapazität für rund 19 Millionen Passagiere pro Jahr und ist mit moderner Technik ausgestattet, die schnelle und komfortable Abläufe ermöglichen soll:
- Modernste CT-Scanner an allen Sicherheitskontrollen (höhere Erkennungsgenauigkeit, weniger Nachkontrollen)
- Automatisierte Check-in- und Gepäckabgabeschalter für kürzere Wartezeiten
- Großzügige Wohlfühloasen im zentralen Marktplatz, in den Flugsteigen und in den Lounges
- Gute Erreichbarkeit durch optimierte Infrastrukturanbindung
Terminalumzüge in vier Wellen noch vor dem Sommerreiseverkehr 2026
Zum Start des Terminal 3 werden zunächst Airlines aus dem Terminal 2 in vier Wellen ins neue Gebäude verlagert — noch vor Beginn des Sommerreiseverkehrs 2026. Im Sommer 2027 folgt der Umzug von Condor. Dadurch entstehen im Terminal 1 zusätzliche Wachstumspotenziale durch freiwerdende Gebäude- und Vorfeldpositionen im Norden des Flughafens — noch bevor die geplante Modernisierung des Terminal 2 beginnt.
Fraport bezieht ab Juli 2026 Grünstrom aus Offshore-Windpark in der Nordsee 🌱
Ab Juli 2026 deckt der Flughafen Frankfurt (FRA) seinen gesamten Stromverbrauch zu 100 Prozent aus regenerativ erzeugtem Strom — gespeist aus einem Offshore-Windpark in der Nordsee. Fraport erreicht damit erstmals einen vollständigen Grünstromanteil für den Heimatstandort. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten innerhalb der Scopes 1 und 2 den Status Net Zero zu erreichen, also vollständige Treibhausgasneutralität.
Ausblick 2026: Terminal 3, steigende Passagierzahlen und verbesserter Free Cash Flow
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Fraport-Konzern weiteres Wachstum. Die wichtigsten Prognosen im Überblick:
| Kennzahl | Prognose 2026 |
|---|---|
| Konzernpassagiere | 188 bis 195 Millionen |
| Passagiere Frankfurt (FRA) | 65 bis 66 Millionen |
| Konzern-EBITDA | bis ca. 1,5 Milliarden Euro |
| Konzern-Ergebnis | ca. 300–400 Mio. € (rückläufig, bedingt durch Terminal-3-Abschreibungen) |
| Netto-Finanzschulden / EBITDA | Verbesserung erwartet (Richtung unter 5,0) |
| Dividende je Aktie | 1,00 Euro (vorgeschlagen) |
Kernaussage: Das Terminal 3 belastet das Konzernergebnis 2026 kurzfristig durch höhere Abschreibungen — wirkt sich jedoch langfristig positiv auf Ertrag, Vermögen und Finanzkraft aus.
Parken und Übernachten am Flughafen Frankfurt: Jetzt das Terminal 3 entspannt erleben
Der Flughafen Frankfurt (FRA) wächst mit dem neuen Terminal 3 in eine neue Dimension — wer früh morgens zum neuen Südterminal aufbrechen muss oder nach einem langen Interkontinentalflug spät abends ankommt, profitiert besonders von einer Unterkunft direkt am Airport mit gesichertem Parkplatz. Auf park-sleep-fly.de finden Sie passende Hotels mit Parkmöglichkeit sowie Parkplätze mit Shuttle oder Valet-Service am Flughafen Frankfurt.
Eine Übersicht aller verfügbaren Hotels mit Parken am Flughafen Frankfurt finden Sie auf der entsprechenden Übersichtsseite.
Empfohlene Parkplätze am Flughafen Frankfurt
Alle verfügbaren Parkplätze am Flughafen Frankfurt finden Sie in der vollständigen Übersicht auf park-sleep-fly.de.
Fraport 2025 und 2026: Wachstum, Nachhaltigkeit und ein neues Terminal für Frankfurt
Der Fraport-Konzern hat mit dem Geschäftsjahr 2025 eine klare Trendumkehr vollzogen: Der Free Cash Flow ist nach sieben Jahren erstmals wieder positiv, das EBITDA erreicht mit 1,44 Milliarden Euro einen neuen Höchststand, und das weltweite Passagieraufkommen überschreitet erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Der Flughafen Frankfurt (FRA) selbst hinkt zwar dem Konzernschnitt noch hinterher — bleibt aber mit dem neuen Terminal 3, das am 23. April 2026 öffnet, und dem Umstieg auf 100-prozentigen Grünstrom ab Juli 2026 ein bedeutender Wachstums- und Nachhaltigkeitsstandort. Für Reisende, die über Frankfurt abheben, lohnt sich eine vorausschauende Planung: Mit einem Hotel mit Parken am Flughafen Frankfurt oder einem der Parkplätze am FRA starten Sie entspannt — ob früh morgens ins neue Terminal 3 oder spät abends von der Langstrecke zurück.
FAQ: Fachbegriffe aus diesem Artikel erklärt
Was ist der Free Cash Flow?
Der Free Cash Flow bezeichnet den Zahlungsmittelüberschuss, der einem Unternehmen nach Abzug aller betrieblichen Ausgaben und Investitionsausgaben frei zur Verfügung steht. Er gilt als zentraler Indikator dafür, wie viel Geld ein Unternehmen tatsächlich für Schuldenrückzahlungen, Dividenden oder weitere Investitionen verwenden kann — unabhängig von buchhalterischen Gewinnen. Fraport wies 2025 erstmals seit 2018 wieder einen positiven Free Cash Flow aus.
Was bedeutet EBITDA?
EBITDA steht für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“ — auf Deutsch: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Das EBITDA misst die operative Ertragskraft eines Unternehmens, ohne Verzerrungen durch Finanzierungsstruktur oder Abschreibungsmethoden. Im Fraport-Kontext stieg das Konzern-EBITDA 2025 um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro.
Was ist IFRIC 12?
IFRIC 12 ist eine internationale Rechnungslegungsinterpretation (International Financial Reporting Interpretations Committee), die regelt, wie Unternehmen Konzessionsvereinbarungen für öffentliche Infrastruktur — zum Beispiel den Betrieb von Flughäfen im Auftrag staatlicher Stellen — in ihrer Bilanz und Gewinn-und-Verlustrechnung abbilden. Fraport bereinigt seinen ausgewiesenen Umsatz um Auftragserlöse aus Bau- und Ausbauleistungen, die unter IFRIC 12 fallen, um eine vergleichbare operative Kennzahl auszuweisen.
Was bedeutet Netto-Finanzschulden zu EBITDA?
Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu EBITDA ist eine Verschuldungskennzahl, die angibt, wie viele Jahre ein Unternehmen theoretisch benötigen würde, um seine Nettoschulden aus dem laufenden operativen Ergebnis zurückzuzahlen. Je niedriger der Wert, desto solider die Finanzlage. Bei Fraport sank diese Kennzahl 2025 von 6,4 auf 5,7; ein Wert unter 5 gilt als Schwelle für eine höhere Dividendenausschüttung.
Was sind Scopes 1 und 2 im Kontext von Net Zero?
Scopes 1 und 2 bezeichnen international anerkannte Kategorien zur Erfassung von Treibhausgasemissionen nach dem Greenhouse Gas Protocol. Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen Quellen eines Unternehmens (z. B. Fahrzeugflotten, Heizungsanlagen), Scope 2 umfasst indirekte Emissionen aus dem Bezug von Strom und Wärme. Net Zero innerhalb dieser beiden Scopes bedeutet, dass ein Unternehmen diese Emissionen auf null reduziert oder vollständig kompensiert. Fraport strebt an, diesen Status bis 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten zu erreichen.
Was ist Ground Handling?
Ground Handling bezeichnet alle bodengebundenen Abfertigungsdienstleistungen für Flugzeuge und Passagiere an einem Flughafen, die nicht den eigentlichen Flugbetrieb umfassen. Dazu zählen unter anderem das Ein- und Ausladen von Gepäck und Fracht, die Flugzeugbetankung, das Reinigen der Kabine, das Schleppen von Flugzeugen sowie die Passagierabfertigung am Gate. Fraport betreibt Ground Handling als eigenständiges Geschäftssegment und konnte 2025 die Zahl der Aufträge in diesem Bereich steigern.
Was bedeutet der Begriff Luftverkehrsteuer?
Die Luftverkehrsteuer ist eine in Deutschland erhobene staatliche Abgabe auf den Abflug von Passagieren von deutschen Flughäfen, die pro Ticket berechnet und von den Fluggesellschaften abgeführt wird. Sie verteuert Flüge ab deutschen Flughäfen im europäischen Vergleich und gilt laut Fraport-Vorstandschef Dr. Stefan Schulte als wesentlicher Hemmfaktor für die Passagierentwicklung am Flughafen Frankfurt — im Unterschied zu Ländern wie Schweden, die die Steuer vollständig abgeschafft haben.
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