🏝️ EasyJet lockt mit Kanaren-Schnäppchen: Aber was kostet die Reise wirklich?
32 Franken nach La Palma, 43 Franken nach Fuerteventura – EasyJet macht wieder einmal Schlagzeilen mit spektakulären Tiefpreisen.
Ab November 2025 verbindet die Airline Basel mit La Palma und Genf mit Fuerteventura. Doch hinter den Lockpreisen verbirgt sich die übliche Low-Cost-Realität. Unser Kostencheck zeigt, was Sie wirklich zahlen.
Inhaltsverzeichnis
🎯 Die neuen Verbindungen im Überblick
EasyJet baut ihre Schweiz-Präsenz konsequent aus: Mit über 180 Direktverbindungen wird das Netzwerk nun um zwei attraktive Kanaren-Ziele erweitert:
| Route | Frequenz | Startdatum | Flugtage | Preis ab |
|---|---|---|---|---|
| Basel – La Palma | 2x wöchentlich | 11.11.2025 | Dienstag, Samstag | CHF 32 |
| Genf – Fuerteventura | 1x wöchentlich | 01.11.2025 | Samstag | CHF 43 |
💸 Preisschock: Was 32 Franken wirklich bedeuten
Klingt verlockend? Ist es auch – zumindest auf den ersten Blick. Die Realität sieht anders aus, wie unser Kostencheck zeigt:
Der Basis-Tarif: Minimalistisch bis zur Schmerzgrenze
Für 32 bzw. 43 Franken bekommen Sie genau das: einen Sitzplatz. Das war’s. Konkret bedeutet das:
- Handgepäck: Nur ein kleines Gepäckstück (45×36×20 cm) unter dem Sitz
- Kein normales Handgepäck in den Overhead-Bins
- Kein aufgegebenes Gepäck
- Keine Sitzplatzwahl
- Keine Verpflegung
Mit anderen Worten: Mehr als Badehose und Zahnbürste passen nicht rein.
Die Aufschlag-Realität
Wer realistisch reisen möchte, muss tief in die Tasche greifen:
- Normales Handgepäck (56×45×25 cm): +CHF 74.90 pro Weg
- Aufgegebenes Gepäck (23 kg): +CHF 88.94 pro Weg
- Sitzplatzreservierung: Je nach Platz zusätzliche Kosten
Realistische Kalkulation für Hin- und Rückflug:
Basis-Ticket: CHF 64 (32×2)
Handgepäck: CHF 149.80 (74.90×2)
Check-in-Gepäck: CHF 177.88 (88.94×2)
Gesamt: CHF 391.68
Aus 32 Franken werden plötzlich fast 400 – immer noch günstig, aber weit entfernt vom beworbenen Lockpreis.
🏝️ Die Ziele: Warum sich die Reise trotzdem lohnt
La Palma – Die grüne Schönheit
La Palma, liebevoll „Isla Bonita“ genannt, ist das Naturparadies der Kanaren. Die wildeste und grünste Insel lockt mit spektakulären Vulkanlandschaften, mystischen Lorbeerwäldern und natürlichen Lava-Pools. Schwarze Sandstrände und ein ausgedehntes Wanderwegenetz machen die Insel zum Traumziel für Aktivurlauber.
Besonderheit: Der klare Himmel macht La Palma zu einem der besten Orte weltweit für Sternenbeobachtung. Nicht umsonst stehen hier internationale Observatorien.
Fuerteventura – Ganzjährige Sonne garantiert
Fuerteventura ist der Allrounder unter den Kanaren: kilometerlange Strände, konstante Temperaturen und perfekte Windverhältnisse für Wassersport. Die Insel gilt als Weltklasse-Destination für Windsurfer und Wellenreiter.
Abseits der Strände warten historische Dörfer wie Betancuria und raue Vulkanlandschaften im Inselinneren. EasyJet fasst es treffend zusammen: „Eine perfekte Mischung aus Sonne, Abenteuer und Kultur.“
✈️ Verfügbarkeits-Realität: Der Frust nach dem Klick
Die beworbenen Schnäppchenpreise sind nicht nur mit Bedingungen verknüpft, sondern auch extrem limitiert. Unsere Stichprobe zeigte: La Palma war einen Tag nach der Ankündigung noch gar nicht buchbar, Fuerteventura nur für den Starttermin am 1. November verfügbar.
Typisch Low-Cost: Die spektakulären Preise gelten für wenige Plätze auf wenigen Terminen. Wer flexibel ist und früh bucht, kann Glück haben. Alle anderen zahlen normale Marktpreise.
🚗 Anreise zu den Schweizer Airports: Praktische Tipps
Besonders bei frühen Abflügen stellt sich die Frage: Wie komme ich stressfrei zum Flughafen? Für ab Basel Reisende gibt es durchdachte Parklösungen:
Der AdoPark Parkplatz Basel bietet kostengünstige Langzeitparkplätze mit zuverlässigem Shuttle-Service. Ideal für längere Kanaren-Aufenthalte, wo jeder gesparte Franken zählt.
Wer Komfort schätzt, wählt die Hotel Ibis Mulhouse Basel Airport Tiefgarage. Hier parken Sie wettergeschützt und haben bei frühen Flügen die Option auf eine entspannte Vorabend-Anreise.
📊 Konkurrenz-Check: Einordnung der neuen Routen
EasyJet reagiert mit den neuen Verbindungen auf die wachsende Nachfrage nach Kanaren-Flügen aus der Schweiz. Andere Airlines bedienen bereits etablierte Routen nach Teneriffa und Gran Canaria – La Palma und Fuerteventura waren bisher unterversorgt.
Die Timing-Strategie ist clever: Start im November, wenn das Mittelmeer zu kühl wird, aber die Kanaren noch 20+ Grad bieten. Perfekt für Herbst- und Winterflüchtige.
💡 Unser Magazin-Fazit
EasyJets neue Kanaren-Verbindungen sind eine echte Bereicherung für Schweizer Reisende, bzw. für Reisende für die sich der Weg nach Basel lohnt, z.B. aus der Bodenseeregion und angrenzend. La Palma und Fuerteventura bieten authentische Inselerlebnisse abseits der Mainstream-Ziele.
Die beworbenen Lockpreise sind Marketing-Realität: spektakulär in der Schlagzeile, ernüchternd in der Praxis. Wer realistisch plant, sollte mit 300-400 Franken für Hin- und Rückflug inklusive Gepäck rechnen – immer noch fair für Direktflüge auf die Kanaren.
Unser Tipp: Früh buchen, auch den Parkplatz am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, flexibel bleiben und die Gepäckregeln genau studieren. Dann stehen die Chancen gut auf einen echten Schnäppchenflug ins Inselparadies.
Die Kanaren warten – jetzt auch direkt ab Basel und Genf.
Alle Angaben Stand Veröffentlicht am: