Lufthansa Group 2025: Rekordumsatz, 135 Millionen Passagiere und Turnaround auf Kurs
Die Lufthansa Group blickt auf ein historisches Geschäftsjahr zurück: Mit einem Umsatz von knapp 40 Milliarden Euro, 135 Millionen Passagieren und einem operativen Gewinn von zwei Milliarden Euro – einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr – schreibt die Airline-Gruppe Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig macht das Turnaround-Programm von Lufthansa Airlines erste spürbare Fortschritte, der Frachtbereich legt deutlich zu, und für 2026 wird erneut ein signifikantes Ergebniswachstum erwartet – trotz erhöhter geopolitischer Unsicherheiten durch den Krieg im Mittleren Osten. Dieser Artikel fasst alle wesentlichen Ergebnisse, Hintergründe und Ausblicke für Flugreisende und Luftfahrt-Interessierte zusammen.
Inhaltsverzeichnis
Rekordjahr 2025: Die wichtigsten Zahlen im Überblick 📊
Das Geschäftsjahr 2025 markiert einen Meilenstein in der 100-jährigen Geschichte der Lufthansa: Noch nie zuvor erzielte die Gruppe einen höheren Umsatz oder begrüßte mehr Passagiere an Bord ihrer Flugzeuge. Die Kennzahlen sprechen eine klare Sprache:
| Kennzahl | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 37,6 Mrd. Euro | 39,6 Mrd. Euro | +5 % |
| Operativer Gewinn (Adjusted EBIT) | 1,6 Mrd. Euro | 2,0 Mrd. Euro | +20 % |
| Operative Marge | 4,4 % | 4,9 % | +0,5 Prozentpunkte |
| Konzernergebnis | 1,4 Mrd. Euro | 1,3 Mrd. Euro | ≈ stabil |
| Passagierzahl | ca. 131 Mio. | 135 Mio. | +3 % |
| Sitzladefaktor | 83,1 % | 83,2 % | Rekordniveau |
| Adjusted Free Cashflow | 840 Mio. Euro | 1,2 Mrd. Euro | deutlich höher |
| Dividende pro Aktie | 0,30 Euro | 0,33 Euro (Vorschlag) | +10 % |
Kernaussage: Die Lufthansa Group wächst in nahezu allen Kernkennzahlen und setzt damit ein klares Zeichen der Stabilität – trotz eines geopolitisch schwierigen Umfelds.
100 Jahre Lufthansa: Jubiläum trifft auf Aufbruchstimmung ✈️
Im Jahr 2025 feierte die Lufthansa ihr 100-jähriges Bestehen – genau ein Jahrhundert nach der Gründung der ersten Lufthansa im Jahr 1926. Konzernchef Carsten Spohr betonte anlässlich der Jahresergebnisse, dass die Grundwerte von damals – Qualität, Zuverlässigkeit und Vernetzung – auch heute noch das Fundament des unternehmerischen Erfolgs bilden. Dieses Jubiläum ist weit mehr als eine symbolische Feier: Es verpflichtet die Gruppe zu einem ambitionierten Kurs in die Zukunft.
Was viele nicht wissen: Die erste Lufthansa-Maschine hob am 6. April 1926 auf einer Postroute ab – nicht etwa auf einer glamourösen Passagierstrecke. Aus diesem pragmatischen Anfang entstand die heutige führende europäische Airline-Gruppe, die Marken wie SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und seit neuestem auch ITA Airways unter ihrem Dach vereint.
Passagier-Airlines: Wachstum trotz schwierigem Umfeld
135 Millionen Gäste – so viele wie nie zuvor
Die Airlines der Lufthansa Group begrüßten 2025 insgesamt 135 Millionen Passagiere – ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Sitzladefaktor erreichte mit 83,2 Prozent ein neues Rekordniveau, was bedeutet: Fast jeder Sitz in den Flugzeugen der Gruppe war im Jahresdurchschnitt belegt. Der Umsatz aller Passagier-Airlines stieg um drei Prozent auf 30,1 Milliarden Euro, und gemeinsam erwirtschafteten sie einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro – vier Prozent mehr als im Vorjahr.
Herausforderungen 2025: Geopolitik, schwacher Sommer und Lieferengpässe
Diese Ergebnisse wurden unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen erzielt:
- Der Krieg im Mittleren Osten belastete Strecken und Kapazitätsplanung erheblich
- Im dritten Quartal – der klassischen Hochsaison – gab es eine temporäre Nachfrageschwäche, besonders auf dem Nordatlantik und in Europa
- Anhaltende Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge durch die Hersteller schränkten Wachstumsmöglichkeiten ein
- Währungsbereinigt sanken die Durchschnittserlöse um 1,3 Prozent
Positiv gegengerechnet: Die Erlöse aus Zusatzleistungen – sogenannte Ancillaries – stiegen um bemerkenswerte 15 Prozent. Hierzu zählen unter anderem Sitzplatzreservierungen, Gepäckoptionen und Premium-Upgrades. Besonders das neue Langstreckenprodukt Lufthansa Allegris erwies sich als echter Erlösbringer.
Kostenseite: Kerosin und Dollar entlasten, Inflation belastet
Auf der Kostenseite ergab sich ein gemischtes Bild. Einerseits sorgte der gesunkene Kerosinpreis in Kombination mit einem schwachen US-Dollar für eine Kostenentlastung von rund 500 Millionen Euro. Andererseits stiegen die Stückkosten (CASK) aufgrund von Kosteninflation bei Gebühren, Material und Personal um 1,9 Prozent. Im vierten Quartal 2025 zeichnete sich jedoch eine klare Trendwende ab: Die Stückkosten wurden gegenüber dem Vorjahresquartal stabil gehalten.
Lufthansa Airlines Turnaround: Erste Erfolge sichtbar 🔧
Die Kernmarke Lufthansa Airlines stand in den vergangenen Jahren unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Das 2024 gestartete Turnaround-Programm zeigt nun erste messbare Wirkung:
- Das Jahresergebnis von Lufthansa Airlines verbesserte sich um rund 250 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr
- Die Adjusted-EBIT-Marge kehrte mit 0,9 Prozent in den positiven Bereich zurück
- Die Aufwendungen für Flugunregelmäßigkeiten sanken um 362 Millionen Euro – ein Indikator für deutlich stabileren Flugbetrieb
Was steckt hinter dem Turnaround-Programm?
Das Programm umfasst rund 700 Einzelmaßnahmen. Die wichtigsten Wachstumstreiber sind:
- Flottenmodernisierung: Einführung verbrauchsarmer Langstreckenflugzeuge wie der Boeing 787 Dreamliner
- Wachstum von Lufthansa City Airlines: Die junge Tochtergesellschaft übernimmt Kurzstreckenverkehr effizienter
- Discover Airlines: Die Ferienflugsparte wächst ebenfalls und ergänzt das Portfolio sinnvoll
- Kostendisziplin: Ziel ist es, die Stückkostensteigerung auf die Hälfte der Inflationsrate zu begrenzen
Für 2026 erwartet die Gruppe einen Bruttoergebniseffekt aus dem Turnaround-Programm von rund 1,5 Milliarden Euro – bis 2028 soll dieser auf 2,5 Milliarden Euro ansteigen. Bis Ende 2026 sollen über die Hälfte der 700 Einzelmaßnahmen in der Umsetzung sein.
ITA Airways: Der neue Stern im Lufthansa-Universum 🌟
Ein besonders bemerkenswertes Detail im Jahresergebnis 2025: Die neu integrierte ITA Airways – die Nachfolgegesellschaft der ehemaligen Alitalia – leistete bereits im ersten vollen Jahr als Lufthansa-Tochter einen positiven Ergebnisbeitrag von 90 Millionen Euro. Das ist für Airline-Übernahmen alles andere als selbstverständlich, scheitern doch viele Integrationsprozesse in der Luftfahrt an kulturellen und operativen Hürden.
Was Reisende wissen sollten: ITA Airways fliegt von Rom Fiumicino als Hub aus und bietet zahlreiche attraktive Italien-Verbindungen sowie Langstrecken nach Nord- und Südamerika. Durch die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group profitieren Miles-&-More-Mitglieder inzwischen auch auf ITA-Flügen von Meilen und Status-Benefits.
Lufthansa Cargo: Starkes Asien-Geschäft treibt Gewinnsprung
Die Frachtsparte der Gruppe legte 2025 besonders stark zu. Lufthansa Cargo erzielte einen operativen Gewinn von 324 Millionen Euro – ein Anstieg von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 251 Millionen Euro. Treiber waren eine stabile globale Marktnachfrage und insbesondere ein florierendes Asien-Geschäft.
Ein Insidertipp für Vielreisende und Geschäftsreisende: Der Luftfrachtmarkt ist ein zuverlässiger Frühindikator für die globale Konjunktur. Wächst das Cargo-Geschäft, signalisiert das oft auch steigende Passagierzahlen und neue Strecken – denn auf denselben Langstreckenmaschinen werden sowohl Passagiere als auch Fracht befördert.
Lufthansa Technik: Milliardenpipeline trotz Zollgegenwind
Die MRO-Sparte (Maintenance, Repair and Overhaul) Lufthansa Technik schloss neue Wartungsverträge mit einem Gesamtvolumen von beeindruckenden 8,8 Milliarden Euro ab. Trotz Belastungen durch einen schwachen US-Dollar und steigende Zölle erwirtschaftete Lufthansa Technik einen operativen Gewinn von 603 Millionen Euro – nahezu auf Vorjahresniveau (607 Millionen Euro). Die Sparte reagierte flexibel: Logistikströme wurden gezielt angepasst, um Zolleffekte abzufedern.
Finanzen und Dividende: Aktionäre profitieren
Der operative Cashflow der Gruppe stieg leicht auf vier Milliarden Euro. Dank niedrigerer Nettoinvestitionen – unter anderem bedingt durch Verzögerungen bei Flugzeugauslieferungen – lag der Adjusted Free Cashflow mit 1,2 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 840 Millionen Euro.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 eine Dividende von 0,33 Euro pro Aktie vor. Das entspricht:
- Einer Steigerung um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Einer Dividendenrendite von 4 Prozent auf den Jahresschlusskurs
- Einer Ausschüttungsquote von 30 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent)
Ausblick 2026: Wachstum mit Fragezeichen im Mittleren Osten 🌍
Was Reisende für 2026 erwarten können
Die Lufthansa Group kündigt für 2026 erneut eine Umsatz- und deutliche Ergebnissteigerung an. Konkret geplant sind:
- Kapazitätsausbau von rund 4 Prozent bei den Passagierairlines
- Fokus auf Langstrecke: Das Wachstum konzentriert sich fast ausschließlich auf Interkontinentalverbindungen
- Stabile Kurzstrecke: An den Drehkreuzen Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom wird das Kurzstreckenangebot durch effizientere Steuerung nahezu konstant gehalten
- Flottenmodernisierung auf dem Höhepunkt: Im Schnitt wird nahezu jede Woche ein neues Flugzeug ausgeliefert – bis Ende 2026 sollen rund 30 Prozent der Flotte zur neuesten technischen Generation gehören
- Neue Frequenzen geprüft: Auf Strecken nach Singapur, Indien, China und Südafrika prüft die Gruppe Kapazitätserhöhungen – bedingt durch stark gestiegene Nachfrage infolge der Situation im Mittleren Osten
Geopolitisches Risiko: Die Achillesferse der Luftfahrt
Konzernchef Carsten Spohr sprach offen über die strukturelle Verwundbarkeit des europäischen Luftverkehrs: Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze – insbesondere Dubai, Doha und Abu Dhabi – erweise sich als geopolitische Achillesferse. Eine Unterbrechung des Seewegs durch den Golf von Hormuz würde zudem die Ölpreise belasten und die Kerosinkosten in die Höhe treiben.
Für Flugreisende bedeutet das konkret: Wer auf Verbindungen via Nahost angewiesen ist oder dorthin reist, sollte Alternativen über europäische Drehkreuze einplanen und Buchungen flexibel halten.
Mittelfristiges Ziel: 8 bis 10 Prozent EBIT-Marge
Finanzvorstand Till Streichert bekräftigte das mittelfristige Renditeziel der Gruppe: Eine Adjusted-EBIT-Marge von 8 bis 10 Prozent soll erreicht werden. Mit aktuell 4,9 Prozent liegt die Gruppe noch deutlich darunter, der Weg dorthin ist jedoch klar eingeschlagen – durch Flottenmodernisierung, das Turnaround-Programm und die Integration neuer Töchter wie ITA Airways.
| Segment | Operativer Gewinn 2025 | Trend |
|---|---|---|
| Passagier-Airlines gesamt | 1,1 Mrd. Euro | +4 % |
| Lufthansa Airlines (Kernmarke) | positiv (Marge 0,9 %) | Turnaround sichtbar |
| ITA Airways | 90 Mio. Euro | Positiver Erstbeitrag |
| Lufthansa Cargo | 324 Mio. Euro | +29 % |
| Lufthansa Technik | 603 Mio. Euro | ≈ stabil |
Kernaussage: Alle Segmente der Lufthansa Group sind profitabel – Cargo wächst am stärksten, Technik hält das Niveau trotz Gegenwind.
Gut zu wissen: Park-Sleep-Fly.de für Ihre Reisevorbereitung
Ob Sie Lufthansa auf der Langstrecke buchen, einen Anschlussflug über Frankfurt oder München planen oder einfach stressfrei in den Urlaub starten möchten – die richtige Vorbereitung macht den Unterschied. Park-Sleep-Fly.de bietet Ihnen ein umfangreiches Angebot an Flughafen-Parkplätzen und Flughafen-Hotels mit Parkservice an vielen Flughäfen in Deutschland und Europa – damit Sie entspannt und pünktlich abheben.
Lufthansa 2025 und 2026: Starke Bilanz, klarer Kurs
Die Lufthansa Group hat 2025 bewiesen, dass sie auch in einem turbulenten geopolitischen Umfeld zu Höchstleistungen fähig ist. Ein Rekordumsatz von 39,6 Milliarden Euro, 135 Millionen Passagiere, ein operativer Gewinnsprung von 20 Prozent und ein Turnaround-Programm, das erste echte Früchte trägt – diese Zahlen sprechen für sich. Besonders die Rückkehr von Lufthansa Airlines in die Profitabilität, die starke Performance von Lufthansa Cargo und die erfolgreiche Integration von ITA Airways sind wichtige Signale für die Zukunftsfähigkeit der Gruppe.
Für Flugreisende bedeutet das: mehr stabile Verbindungen, modernere Flugzeuge, ein wachsendes Langstreckennetz und verbesserte Pünktlichkeit. Wer seine Reise mit einem Lufthansa-Flug plant, profitiert von einer Airline-Gruppe, die sich gezielt auf Qualität und Premiumprodukte fokussiert – und dabei die Kosten im Blick behält.
Für eine entspannte An- und Abreise zum Flughafen empfehlen wir Ihnen, frühzeitig einen Parkplatz am Flughafen zu reservieren oder ein Flughafen-Hotel mit Parkmöglichkeit zu buchen – so starten Sie Ihre Reise ohne Stress direkt am Terminal.
Fachbegriffe zu diesem Artikel: Das sollten Sie wissen ❓
Was bedeutet „Adjusted EBIT“?
Der Adjusted EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) ist der bereinigte operative Gewinn eines Unternehmens. „Bereinigt“ bedeutet, dass Sondereffekte wie einmalige Abschreibungen, Restrukturierungskosten oder außerordentliche Erträge herausgerechnet werden. Der Adjusted EBIT gibt damit ein realistischeres Bild der operativen Ertragskraft – also davon, wie gut ein Unternehmen mit seinem Kerngeschäft Geld verdient.
Was ist der Sitzladefaktor?
Der Sitzladefaktor (englisch: Seat Load Factor, SLF) gibt an, wie viel Prozent der verfügbaren Sitzplätze in den Flugzeugen einer Airline im Durchschnitt tatsächlich belegt waren. Ein Sitzladefaktor von 83,2 Prozent bedeutet, dass von 100 angebotenen Sitzen durchschnittlich 83,2 verkauft wurden. Ein hoher Sitzladefaktor ist ein Indikator für effiziente Kapazitätsplanung und starke Nachfrage.
Was sind „Ancillaries“ im Luftfahrtkontext?
Als Ancillaries (englisch für „Nebenleistungen“ oder „Zusatzerlöse“) bezeichnet man alle Einnahmen einer Airline, die über den reinen Ticketpreis hinausgehen. Dazu zählen zum Beispiel Gebühren für aufgegebenes Gepäck, Sitzplatzreservierungen, Mahlzeiten an Bord, Lounge-Zugang, Premium-Upgrades oder Reiseversicherungen. Für Airlines sind Ancillaries zunehmend eine strategisch wichtige Erlösquelle.
Was versteht man unter „CASK“ und „RASK“?
CASK steht für „Cost per Available Seat Kilometer“ – die Kosten, die einer Airline pro angebotenem Sitzkilometer entstehen. RASK steht für „Revenue per Available Seat Kilometer“ – der Erlös pro angebotenem Sitzkilometer. Beide Kennzahlen werden in der Luftfahrt genutzt, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Airlines zu messen. Sinkt der CASK bei stabilem oder steigendem RASK, verbessert sich die Profitabilität.
Was ist MRO in der Luftfahrt?
MRO steht für Maintenance, Repair and Overhaul – auf Deutsch: Wartung, Reparatur und Überholung. MRO-Dienstleister wie Lufthansa Technik übernehmen die technische Instandhaltung von Flugzeugen für Airlines weltweit. Dies umfasst regelmäßige Routinewartungen ebenso wie komplexe Triebwerksüberholungen oder Kabinenumbauten. Der globale MRO-Markt ist ein Milliardengeschäft mit stabiler, wachsender Nachfrage.
Was bedeutet „Adjusted Free Cashflow“?
Der Adjusted Free Cashflow zeigt, wie viel liquide Mittel einem Unternehmen nach Abzug der Investitionsausgaben (Capex) tatsächlich zur freien Verfügung stehen – bereinigt um definierte Sondereffekte. Er ist ein zentraler Indikator für die finanzielle Gesundheit und Schuldentragfähigkeit eines Unternehmens. Ein hoher Free Cashflow gibt der Lufthansa Group Spielraum für Dividenden, Schuldenabbau und weitere Investitionen.
Was ist das Turnaround-Programm von Lufthansa Airlines?
Das Turnaround-Programm ist ein umfassendes Restrukturierungs- und Transformationsprogramm der Kernmarke Lufthansa Airlines, das 2024 gestartet wurde. Es umfasst rund 700 Einzelmaßnahmen zur Kostensenkung, Effizienzsteigerung und Erlösverbesserung – unter anderem durch Flottenmodernisierung, Optimierung der Streckenplanung und Wachstum von günstigeren Tochterunternehmen wie Lufthansa City Airlines. Ziel ist eine nachhaltig höhere Profitabilität der Kernmarke.
Was ist der Golf von Hormuz und warum ist er für die Luftfahrt relevant?
Der Golf von Hormuz ist eine strategisch bedeutsame Meeresstraße zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Durch ihn fließt rund ein Fünftel des weltweiten Erdöltransports. Eine Unterbrechung oder Blockade dieser Route würde die globalen Ölpreise stark ansteigen lassen – mit direkten Auswirkungen auf die Kerosinkosten der Luftfahrt, da Kerosin auf Erdölbasis hergestellt wird. Für Airline-Gruppen wie Lufthansa ist der Kerosinpreis einer der größten Kostenfaktoren überhaupt.
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