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Weltneuheit AGNOST-A? Neues Frühwarnsystem schützt Piloten vor GPS-Störungen am Flughafen

Veröffentlicht am: Ralf Zmölnig CEO u. CvD Park-Sleep-Fly
Hensec AGNOST Funkstörungs- und Signalüberwachungsgerät am Flughafen mit Flugzeugen, Kontrollturm und Satellitenkommunikation
Hensec AGNOST: Funknetzwerk zur sicheren Flugverkehrsüberwachung zwischen Satellit, Kontrollturm und Flugzeug

Das Sicherheitsunternehmen hensec hat mit AGNOST-A ein weltweit erstmaliges Frühwarnsystem entwickelt, das Piloten bereits während des Flugs in Echtzeit vor gezielten GPS-Störungen (GNSS Jamming und Spoofing) am Zielflughafen warnt. Das System wurde auf der AERO 2026 in Friedrichshafen vorgestellt, wertet Störsignale automatisch aus und sendet bei Überschreitung kritischer Schwellenwerte eine standardisierte Warnmeldung (NOTAM) direkt ins Cockpit. Damit reagiert die Luftfahrttechnik auf eine wachsende Bedrohung, die in den vergangenen Jahren immer häufiger zu gefährlichen Navigationsproblemen im zivilen Flugverkehr geführt hat.

GNSS Jamming und Spoofing: Wachsende Bedrohung für den zivilen Luftverkehr

GNSS Jamming und Spoofing haben sich in den vergangenen Jahren zu einer ernstzunehmenden Gefahr für den zivilen Luftverkehr entwickelt. Jamming bezeichnet dabei die gezielte Störung von Satellitennavigationssignalen durch Störsender, die das GPS-Signal überlagern und unbrauchbar machen. Spoofing geht noch einen Schritt weiter: Hierbei werden gefälschte GPS-Signale ausgesendet, die dem Navigationssystem eines Flugzeugs eine falsche Position vortäuschen – ohne dass Pilot oder System dies zunächst bemerken.

Besonders besorgniserregend: Piloten werden dabei häufig während des laufenden Flugs völlig unvorbereitet von der plötzlichen Unzuverlässigkeit ihrer GPS-basierten Systeme überrascht. Sie müssen dann ad hoc auf alternative Navigationsverfahren umschalten – eine Situation, die erheblichen Stress erzeugt und im schlimmsten Fall die Sicherheit des Flugs gefährden kann. Laut Fachberichten häufen sich solche Vorfälle vor allem in geopolitisch angespannten Regionen Europas und des Nahen Ostens. 🛑

Warum GPS-Störungen für Flughäfen besonders kritisch sind

GPS-Störungen am Flughafen treffen Piloten in der sensibelsten Phase des Flugs: bei Anflug und Landung. Gerade moderne Präzisionsanflugverfahren wie RNAV und LPV sind in hohem Maß auf zuverlässige GNSS-Signale angewiesen. Fällt die GPS-Genauigkeit kurz vor der Landung aus oder wird das Signal manipuliert, müssen Piloten entweder auf konventionelle ILS-Anflüge ausweichen, einen Warteschleifenflug einleiten oder im schlimmsten Fall den Zielflughafen ganz meiden und einen Ausweichflughafen anfliegen. Für Passagiere bedeutet das Verspätungen, Umleitungen und in seltenen Fällen ernsthafte Sicherheitsrisiken.

AGNOST-A von hensec: Das weltweit erste Echtzeit-Frühwarnsystem für GPS-Störungen an Flughäfen

AGNOST-A ist das weltweit erste Frühwarnsystem für GNSS Jamming und Spoofing, das speziell für den Einsatz an Flughäfen und Flugplätzen entwickelt wurde und Piloten bereits im Reiseflug vor Erreichen ihres Ziels warnt. Das System stammt vom Karlsruher Sicherheitsunternehmen hensec secure solutions und wurde auf der internationalen Luftfahrtmesse AERO 2026 in Friedrichshafen der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Hersteller bezeichnet AGNOST-A selbst als Weltneuheit. ✈️

Funktionsweise: Von der Störungserkennung zur Cockpit-Warnung

Die Funktionskette von AGNOST-A ist klar strukturiert und vollständig automatisiert. Das System erfasst kontinuierlich die GNSS-Signalqualität im Umfeld des Flughafens, analysiert die Messdaten in Echtzeit und bewertet, ob ein sicherheitsrelevanter Störpegel vorliegt.

  • Echtzeit-Detektion: AGNOST-A überwacht laufend die Qualität der Satellitennavigationssignale rund um den Flughafen.
  • Automatische Schwellenwertbewertung: Erst wenn ein klar definierter kritischer Schwellenwert überschritten wird, löst das System eine Warnung aus – Fehlalarme durch kurze, unkritische Signalschwankungen werden so vermieden.
  • NOTAM-Erstellung: Bei Erreichen des Schwellenwerts erstellt AGNOST-A automatisch eine standardisierte Luftfahrtwarnung (NOTAM – Notice to Air Missions).
  • Übertragung via UAT978: Die Warnmeldung wird über den speziellen Datenfunkkanal UAT978 im betroffenen Gebiet ausgesendet.
  • Cockpit-Anzeige: Flugzeuge mit entsprechender Empfangstechnik empfangen die Warnung direkt im Cockpit, sodass der Pilot rechtzeitig vor der Landephase reagieren kann.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Vorlaufzeit: Piloten erhalten die Warnung bereits während des Flugs, nicht erst beim Einflug in das gestörte Gebiet. Das verschafft wertvolle Zeit für eine ruhige, geplante Umstellung auf alternative Navigationsverfahren.

Hardware: Wetterfest und einfach zu installieren

Die gesamte Elektronik von AGNOST-A ist in einem wetterfesten Outdoor-Schaltschrank untergebracht. Diese kompakte, robuste Bauweise ermöglicht eine unkomplizierte und schnelle Installation direkt am Flughafen oder Flugplatz – auch an kleineren Regionalflughäfen ohne aufwendige Infrastruktur. Eine aufwendige Integration in bestehende Flughafen-IT-Systeme ist für den Grundbetrieb nicht zwingend erforderlich.

Technischer Vergleich: AGNOST-A gegenüber bisherigen Schutzmaßnahmen

Um die Bedeutung von AGNOST-A einordnen zu können, lohnt ein Blick auf bestehende Verfahren und deren Grenzen:

AnsatzBisherige MethodeAGNOST-A
StörungserkennungMeldung durch Piloten nach AuftretenAutomatische Echtzeit-Detektion am Boden
Warnung an PilotenManuelle NOTAM-Erstellung, oft zeitverzögertAutomatisch generierte NOTAM, sofort ausgesendet
ÜbertragungswegKlassische NOTAM-Verteilung über DatendiensteDatenfunkkanal UAT978, direkt ins Cockpit
Reaktionszeit für PilotenErst bei Einflug in gestörtes GebietBereits im Reiseflug, vor dem Zielgebiet
InstallationsaufwandKomplexe Systemintegration erforderlichWetterfester Outdoor-Schaltschrank, einfach montierbar

AGNOST-A schließt eine bislang kritische Lücke im Sicherheitssystem der Luftfahrt, indem es die Warnung vor GPS-Störungen erstmals vollautomatisch und mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf direkt an den Piloten im Cockpit übermittelt.

hensec secure solutions: Spezialist für ganzheitliche Sicherheitskonzepte

hensec secure solutions mit Sitz in Karlsruhe ist ein auf 360-Grad-Sicherheitslösungen spezialisiertes Unternehmen, das Industrie, Wirtschaft und Behörden betreut. Das Unternehmen verfolgt den Grundsatz, dass Sicherheit immer als ganzheitliches Konzept gedacht werden muss – physische Sicherheit und Cybersecurity werden dabei gleichermaßen berücksichtigt. Das Leitmotiv „Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“ spiegelt sich in der Arbeitsweise wider: hensec analysiert bestehende Sicherheitskonzepte, führt Gefährdungsbeurteilungen durch und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für komplexe, auch hybride Angriffsszenarien.

Das Portfolio des Unternehmens reicht von Abhörschutz und Drohnenabwehr über OT-Security und den Schutz kritischer Infrastrukturen bis hin zu Videoüberwachung, Open Source Intelligence und Social-Engineering-Prävention. Mit AGNOST-A betritt hensec nun auch den Bereich der aktiven Flugsicherheitstechnologie – und setzt dabei auf denselben ganzheitlichen Ansatz, der das Unternehmen in anderen Sicherheitsbereichen auszeichnet.

Parken und Übernachten vor dem Abflug: Angebote von park-sleep-fly.de

Wer von einem der deutschen oder europäischen Flughäfen abfliegt, an denen künftig Systeme wie AGNOST-A für mehr Navigationssicherheit sorgen, sollte auch die An- und Abreise zum Flughafen entspannt gestalten. park-sleep-fly.de bietet ein umfangreiches Angebot an Flughafenparkplätzen an vielen Standorten in Deutschland und Europa – vom günstigen Außenparkplatz mit Shuttle bis zum überdachten Parkhaus direkt am Terminal. Wer früh morgens abfliegt oder nach einem langen Rückflug noch eine Nacht in Flughafennähe verbringen möchte, findet auf der Plattform außerdem eine große Auswahl an Flughafenhotels mit Parkmöglichkeit – ideal für einen stressfreien Start in den Urlaub oder die Geschäftsreise.

Mehr Sicherheit im Cockpit durch AGNOST-A – ein Meilenstein für die zivile Luftfahrt

Mit AGNOST-A setzt hensec secure solutions einen bedeutenden Meilenstein in der zivilen Luftfahrtsicherheit. Das vollautomatische Frühwarnsystem schließt eine bislang kritische Lücke: Piloten werden erstmals zuverlässig und mit ausreichendem Vorlauf vor GPS-Störungen an ihrem Zielflughafen gewarnt – direkt im Cockpit, über den Datenfunkkanal UAT978, auf Basis automatisch erstellter NOTAM-Meldungen. Die einfache Installation in einem wetterfesten Outdoor-Schaltschrank macht AGNOST-A auch für kleinere Flugplätze attraktiv. Angesichts der weltweit zunehmenden Jamming- und Spoofing-Vorfälle, insbesondere in Europa und dem Nahen Osten, kommt dieses System zur richtigen Zeit. Wer regelmäßig fliegt, profitiert von dieser Entwicklung direkt – denn sie erhöht die Zuverlässigkeit und Sicherheit gerade in der kritischsten Phase jedes Flugs: dem Anflug und der Landung.

FAQ: Fachbegriffe aus diesem Artikel erklärt

Was ist GNSS?

GNSS (Global Navigation Satellite System) ist der Oberbegriff für satellitenbasierte Navigationssysteme, zu denen neben dem amerikanischen GPS auch das russische GLONASS, das europäische Galileo und das chinesische BeiDou gehören. In der Luftfahrt wird GNSS für präzise Positionsbestimmung, Routennavigation und moderne Anflugverfahren genutzt.

Was versteht man unter GNSS Jamming?

GNSS Jamming bezeichnet die gezielte Störung von Satellitennavigationssignalen durch den Einsatz von Störsendern, die das reguläre Signal mit einem stärkeren Rauschsignal überlagern und dadurch unbrauchbar machen. Für Flugzeuge bedeutet Jamming, dass GPS-basierte Navigations- und Anflugverfahren plötzlich nicht mehr verfügbar sind.

Was ist GNSS Spoofing?

GNSS Spoofing ist eine besonders gefährliche Form der Signalmanipulation, bei der gefälschte Satellitensignale ausgesendet werden, die dem Navigationssystem eines Flugzeugs eine falsche Position oder einen falschen Kurs vortäuschen – ohne dass Pilot oder System dies unmittelbar erkennen können. Im Gegensatz zu Jamming bleibt das System scheinbar funktionsfähig, liefert aber fehlerhafte Daten.

Was ist ein NOTAM?

NOTAM (Notice to Air Missions) ist eine standardisierte Luftfahrtinformation, die Piloten über aktuelle Besonderheiten, Einschränkungen oder Gefahren im Luftraum und an Flugplätzen informiert. AGNOST-A erstellt NOTAMs automatisch, sobald GPS-Störungen einen kritischen Schwellenwert überschreiten, und verteilt diese über Datenfunk direkt ins Cockpit.

Was ist UAT978?

UAT978 (Universal Access Transceiver, 978 MHz) ist ein digitaler Datenfunkkanal, der in der Luftfahrt zur Übertragung von Verkehrs- und Wetterdaten sowie Luftraumwarnungen genutzt wird. AGNOST-A verwendet UAT978, um automatisch generierte GPS-Störungswarnungen direkt und in Echtzeit an Flugzeuge mit entsprechender Empfangstechnik zu übermitteln.

Was ist RNAV?

RNAV (Area Navigation) ist ein satellitengestütztes Navigationsverfahren in der Luftfahrt, das es Flugzeugen ermöglicht, beliebige Punkte im Luftraum direkt anzufliegen, ohne an bodenseitige Navigationsfeuer gebunden zu sein. RNAV-Verfahren sind in hohem Maß auf zuverlässige GNSS-Signale angewiesen und besonders anfällig für Jamming und Spoofing.

Was bedeutet LPV-Anflug?

LPV (Localizer Performance with Vertical Guidance) ist ein präzises satellitengestütztes Anflugverfahren, das sowohl horizontale als auch vertikale Führung bietet und damit konventionellen ILS-Anflügen in der Leistung nahekommt. Da LPV vollständig auf GNSS basiert, macht eine GPS-Störung dieses Verfahren unmittelbar unbrauchbar – genau hier setzt die Frühwarnfunktion von AGNOST-A an.


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