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Der Flughafen Lyon-Saint Exupéry (LYS) ist mit über 10,4 Millionen Passagieren (2024) Frankreichs fünftgrößter Airport – und das Tor zur gesamten Region Auvergne-Rhône-Alpes.
Benannt nach dem Lyoner Piloten und „Der kleine Prinz"-Autor Antoine de Saint-Exupéry, verbindet der Flughafen über 120 Direktziele in mehr als 40 Ländern. 47 Airlines fliegen ab LYS, darunter easyJet als größter Carrier mit allein 57 Strecken. Seit Mai 2025 operiert der Airport als erster französischer Flughafen mit über 10 Millionen Passagieren CO₂-neutral. Parkplätze am Lyon-Saint Exupéry gibt es ab 40 € pro Woche über park-sleep-fly.de.
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Ein Flughafen mit Literaturgeschichte: Von Satolas zu Saint-Exupéry
Am 12. April 1975 eröffnete Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing den damaligen Aéroport Lyon-Satolas, benannt nach dem gleichnamigen Dorf in der Gemeinde Colombier-Saugnieu. Der neue Flughafen ersetzte den alten Stadtflughafen Lyon-Bron, der aufgrund seiner Lage im Stadtgebiet nicht mehr erweitert werden konnte und seitdem nur noch für die allgemeine Luftfahrt genutzt wird.
Ein Vierteljahrhundert später, am 29. Juni 2000, erhielt der Flughafen seinen heutigen Namen – zu Ehren von Antoine de Saint-Exupéry, anlässlich dessen 100. Geburtstags. Die Wahl war alles andere als zufällig: Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren und war Pilot, Pionier der Luftpost und einer der meistgelesenen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Welterfolg „Le Petit Prince" (Der kleine Prinz) wurde während des Zweiten Weltkriegs im New Yorker Exil verfasst und erschien 1943. Am 31. Juli 1944 startete Saint-Exupéry von Korsika zu einem Aufklärungsflug über Südfrankreich in seiner P-38 Lightning – und kehrte nie zurück. Erst 1998 wurde sein Armband von einem Fischer vor Marseille gefunden, 2004 das Flugzeugwrack am Meeresgrund identifiziert. Die Umbenennung des Flughafens war eine Hommage Lyons an seinen berühmtesten Sohn, dessen Verbindung von Fliegerei und Poesie kaum ein anderer Ort besser symbolisiert als ein Flughafen.
Santiago Calatravas Vogel: Die TGV-Gare als architektonische Ikone
Die eigentliche architektonische Sensation des Flughafens befindet sich streng genommen nicht im Terminal, sondern direkt daneben: die Gare de Lyon-Saint Exupéry TGV, entworfen von Santiago Calatrava und eröffnet am 3. Juli 1994. Die 5.600 Quadratmeter große Bahnhofshalle aus Beton und Stahl erhebt sich bis zu 40 Meter hoch und spannt sich über 53 Meter. Ihre fächerförmige Dachkonstruktion erinnert an einen Vogel im Moment des Abhebens – eine Metapher, die Calatrava bewusst wählte, um die Verbindung von Bahn und Luftfahrt architektonisch zu inszenieren.
Der Bahnhof war das erste gebaute Großprojekt, das Calatravas Handschrift aus biomorphen Formen und strukturellem Expressionismus international bekannt machte. Es folgten die Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia, die Mediopadana-Station in Reggio Emilia und The Oculus am World Trade Center in New York. Die Gare de Lyon-Saint Exupéry steht somit am Anfang dieser Serie – und bleibt bis heute eines der markantesten Empfangsgebäude Europas.
Für Reisende hat der Bahnhof praktische Bedeutung: Rund 40 TGV inOui und Ouigo halten hier täglich und verbinden den Flughafen direkt mit Paris, Marseille, Montpellier und weiteren Städten. Die Kombination aus Hochgeschwindigkeitszug und Flughafen machte Lyon-Saint Exupéry zum ersten Airport Frankreichs mit direktem TGV-Anschluss.
Zwei Terminals, frisch renoviert: Infrastruktur für 10 Millionen
Der Flughafen verfügt über zwei Passagierterminals, die landseitig durch ein zentrales Verbindungsgebäude mit Fußgängerbrücke zum TGV-Bahnhof und zur Rhônexpress-Endstation verbunden sind. Zwei Start- und Landebahnen in Nord-Süd-Ausrichtung ermöglichen den parallelen Flugbetrieb.
Terminal 1 ist der größere der beiden und wurde 2018 durch einen markanten Erweiterungsbau des Büros Rogers Stirk Harbour + Partners um 70.000 m² Fläche nahezu verdoppelt. Der kreisförmige Neubau beherbergt den Check-in-Bereich 10 sowie die Abflugbereiche B und C auf den oberen Ebenen. Ein Tunnel führt zum Satellitengebäude mit den D-Gates – dem ehemaligen eigenständigen Low-Cost-Terminal, das heute hauptsächlich von easyJet und Transavia France genutzt wird. Die übrigen Bereiche bedienen Netzwerk-Carrier wie Air France, KLM, Lufthansa und Emirates.
Terminal 2 wurde von Juni 2022 bis April 2024 umfassend renoviert. Die zweijährige Schließung brachte neue Shops und Restaurants, modernisierte Sicherheitskontrollen und ein aufgerüstetes Gepäcksortiersystem. Seit der schrittweisen Wiedereröffnung im April 2024 operieren dort Airlines wie Volotea, ASL Airlines, Air Arabia und Norwegian. Weitere Carrier kehrten im Verlauf des Jahres zurück. Der Terminal 2 dient traditionell als Ausgangspunkt für Flüge in die Alpen-Skigebiete – ein Alleinstellungsmerkmal, das Lyon von den meisten französischen Airports unterscheidet.
easyJet, Transavia, Volotea: Das Low-Cost-Triumvirat dominiert
Die Airline-Landschaft am Flughafen Lyon zeigt einen klaren Trend: Low-Cost-Carrier bestreiten mittlerweile 52 % des gesamten Passagieraufkommens (2024) – gegenüber 40 % im Vorkrisenjahr 2019. Diese Verschiebung spiegelt einen europäischen Strukturwandel wider, der in Lyon besonders deutlich ausfällt.
easyJet ist mit durchschnittlich 23 täglichen Abflügen und rund 3.900 Sitzplätzen pro Tag die mit Abstand größte Airline am Flughafen. Seit 2010 unterhält die britische Billigfluggesellschaft eine Basis am LYS mit aktuell sechs stationierten Airbus-Flugzeugen. Das Streckennetz umfasst 57 Direktziele in 15 Ländern – von London und Porto über Palma de Mallorca und Barcelona bis hin zu Marrakesch, Hurghada und Sharm el-Sheikh. Zum Winterflugplan 2025/26 kamen vier neue Strecken hinzu: Sharm el-Sheikh, Las Palmas (Kanaren), Tanger und die Exklusivroute Pristina (Kosovo).
Transavia France, die Low-Cost-Tochter von Air France-KLM, operiert mit fünf in Lyon stationierten Flugzeugen und bedient 33 Direktziele. Schwerpunkte liegen auf Nordafrika (Algerien, Tunesien, Marokko), dem östlichen Mittelmeer und zunehmend auf Afrika südlich der Sahara – mit Ganzjahresverbindungen nach Dakar und saisonalen Flügen auf die Kapverden.
Volotea, die spanische Airline mit Basis am LYS seit 2019, fliegt 20 Ziele an und hat 2024 ein drittes Flugzeug in Lyon stationiert. Stärken: Korsika, das westliche Mittelmeer und flexible Strecken zu griechischen Inseln wie Heraklion, Menorca und Rhodos.
Jenseits der Low-Cost-Carrier bleibt Air France mit 18 täglichen Abflügen der zweitgrößte Carrier, fokussiert auf Inlandsverbindungen (Bordeaux, Nantes, Toulouse) und das Drehkreuz Paris-CDG. Allerdings hat Air France im Oktober 2023 angekündigt, den Betrieb am Orly bis Sommer 2026 weitgehend einzustellen – was die regionale Bedeutung von Lyon als eigenständiges Drehkreuz weiter stärken dürfte. Ergänzt wird das Angebot durch Full-Service-Carrier wie Lufthansa, British Airways, Turkish Airlines, Emirates, Royal Jordanian, TAP Portugal und die Flugallianz-Vertreter von Star Alliance, SkyTeam und Oneworld.
130 Direktziele in über 40 Ländern: Das Streckennetz
Mit rund 3.060 monatlichen Flugbewegungen (ca. 714 pro Woche) und 130 Direktzielen in über 40 Ländern ist Lyon-Saint Exupéry ein vollwertiger internationaler Flughafen – kein bloßer Regionalcarrier-Standort. Die meistgeflogene Strecke ist Bordeaux mit durchschnittlich 33 wöchentlichen Abflügen, gefolgt von Paris-CDG und Nantes.
Europa bildet den Schwerpunkt: Spanien (Barcelona, Madrid, Palma, Alicante, Málaga, Ibiza, Menorca), Italien (Rom, Catania, Neapel, Bari, Cagliari, Florenz, Bologna, Brindisi, Mailand-Malpensa), Portugal (Lissabon, Porto, Faro), Griechenland (Athen, Heraklion, Korfu, Kos, Rhodos, Kalamata), Kroatien (Split, Dubrovnik), Großbritannien (London-Gatwick, London-Heathrow), die Niederlande (Amsterdam), Belgien (Brüssel), Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München), Skandinavien (Kopenhagen, Billund, Rovaniemi) und Osteuropa (Prag, Warschau, Bukarest, Sofia, Tirana, Skopje, Pristina, Krakau).
Nordafrika ist ein starkes Segment: Algerien allein wird von Lyon mit neun Flughäfen direkt bedient (Algier, Oran, Constantine, Béjaïa, Sétif, Annaba, Batna, Biskra, Tlemcen). Marokko (Marrakesch, Agadir, Fes, Tanger, Rabat, Casablanca, Essaouira, Oujda) und Tunesien (Tunis, Djerba, Monastir) komplettieren das Maghreb-Angebot. Diese Routen spiegeln die große nordafrikanische Diaspora in der Region Lyon wider.
Naher Osten und Fernstrecke: Emirates verbindet Lyon mit Dubai, Royal Jordanian fliegt Amman an, El Al bedient Tel Aviv, Turkish Airlines Istanbul und Saudia Dschidda. Air Canada und Air Transat bieten saisonale Langstrecke nach Montreal. Die zwei längsten Nonstop-Verbindungen: Lyon–Montreal (ca. 8:30 Stunden) und Lyon–Dubai (ca. 6:20 Stunden).
Wintersport-Shuttle: Lyon-Saint Exupéry ist das zentrale Gateway zu den französischen Alpen. Busshuttles verbinden den Flughafen direkt mit Skigebieten wie Val d'Isère, Tignes, Val Thorens, Méribel und Les Arcs. Für britische und skandinavische Skiurlauber ist LYS oft der nächstgelegene Flughafen zum Skigebiet – eine Nische, die Terminal 2 traditionell bedient.
10,4 Millionen: Die Passagierzahlen im Kontext
2024 zählte Lyon-Saint Exupéry 10.463.678 Passagiere – ein Plus von 4,7 % gegenüber 2023, das vierte Wachstumsjahr in Folge seit dem COVID-Einbruch von 2020. Damit lag der Flughafen allerdings noch 10,9 % unter dem Vorkrisenwert von 11,7 Millionen (2019). Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller französischen Airports lag 2024 bei minus 4 % gegenüber 2019.
Frankreichs fünftgrößter Flughafen ordnet sich damit hinter Paris-CDG, Paris-Orly, Nizza und Marseille-Provence ein. Der Rückstand auf den viertplatzierten Flughafen Marseille (11,1 Millionen) ist überschaubar und dürfte sich 2025 weiter verringern. Die Low-Cost-Passagiere allein stiegen 2024 auf 5,47 Millionen (+11,1 % gegenüber 2023, +16 % gegenüber 2019) – die klassischen Netzwerk-Carrier verlieren in Lyon anteilig, absolut stagnieren sie.
VINCI Airports: Privatisierung und Innovation
Die Betreibergesellschaft Aéroports de Lyon ist eine Geschichte der schrittweisen Privatisierung. Ursprünglich verwaltete die Handelskammer Lyon (CCIL) den Flughafen seit der Eröffnung 1975. 2007 wurde die Konzession erneuert und an die neu gegründete SASU Aéroports de Lyon übertragen – mit Laufzeit bis 2047. Das Kapital verteilte sich zunächst auf den Staat (60 %), die CCIL (25 %) und drei Gebietskörperschaften (je 5 %).
Der entscheidende Schritt folgte im Oktober 2016: Per Dekret wurde die Privatisierung offiziell, und ein Konsortium aus VINCI Airports, Predica (Crédit Agricole) und der Caisse des Dépôts übernahm den 60-%-Staatsanteil für 535 Millionen Euro. Seitdem ist VINCI Airports der strategische Betreiber und hat den Flughafen zum Center of Excellence für Innovation innerhalb des globalen VINCI-Netzwerks von über 70 Airports in 14 Ländern entwickelt.
Zu den Innovationen gehören MONA, ein biometrisches System auf Basis von Gesichtserkennung, das Reisende 2020 eingeführt vom Check-in bis zum Boarding ohne Dokumente passieren lässt, sowie diverse digitale Servicekonzepte wie Chatbots, Home-Luggage-Delivery und Smart-Welcome-Systeme.
CO₂-neutral seit Mai 2025: Solarpark, Wasserstoff und ACA Level 5
Lyon-Saint Exupéry erreichte im Mai 2025 Netto-Null-CO₂-Emissionen im direkten Betrieb (Scopes 1 & 2) – ein Jahr früher als geplant und als erster französischer Flughafen mit über 10 Millionen Passagieren.
Diese Leistung brachte die höchste internationale ACA-Level-5-Zertifizierung (Airport Carbon Accreditation) ein und platziert Lyon unter den 25 fortschrittlichsten Airports weltweit in Sachen Dekarbonisierung.
Die Reduktion der direkten CO₂-Emissionen um 94 % zwischen 2013 und 2024 wurde durch vier Hebel erreicht: Umstellung auf 100 % Ökostrom mit Herkunftsnachweis und Solarenergie zur Eigenversorgung, Umstieg der Heizung auf 100 % Biogas, Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und Optimierung der Klimaanlagen.
Herzstück der Energiewende ist der Solarpark auf den Parkflächen: Auf 14 Hektar bedecken Photovoltaik-Anlagen 5.800 Parkplätze mit einer Kapazität von 20 MWp, die jährlich 24 GWh grünen Strom produzieren – genug für eine Stadt mit 9.000 Einwohnern. Weitere 5 MWp dienen der Eigenversorgung des Flughafens. Die Solar-Carports auf den Parkplätzen bieten damit einen doppelten Nutzen: Schattenspender für parkende Autos und Energiequelle zugleich.
Der Flughafen ist zudem VINCI Airports' Pilotstandort für Wasserstoff. Die erste Tankstelle für leichte Fahrzeuge (Hympulsion) wurde 2024 in Partnerschaft mit der Region Auvergne-Rhône-Alpes eröffnet. Ab 2026 folgt eine zweite Station für schwere Fahrzeuge im Cargo-Bereich, und bis 2030 soll in Kooperation mit Airbus und Air Liquide eine Infrastruktur für flüssigen Wasserstoff für Flugzeuge entstehen. 850 E-Ladestationen für Passagierfahrzeuge sollen bis 2026 auf den Parkplätzen in Betrieb sein.
Anreise: Rhônexpress, TGV und Autobahn
Rhônexpress ist die schnellste Verbindung zwischen Lyon-Zentrum und dem Flughafen: Die Expresstraßenbahn verbindet den Geschäftsbahnhof Lyon-Part-Dieu in unter 30 Minuten mit dem Terminal. Die Züge verkehren täglich von 4:25 Uhr morgens bis Mitternacht – im 15-Minuten-Takt tagsüber, im 30-Minuten-Takt in den Randstunden. Zwischenhalte sind Vaulx-en-Velin – La Soie (Umstieg Métro A) und Meyzieu ZI (Umstieg Tram T3). Die Straßenbahnen werden von Stadler Rail gebaut und verfügen über WLAN, Steckdosen und einen Flugbegleiter an Bord. Fahrpreis: ca. 16,30 € einfach, online günstiger.
TGV: Die Gare de Lyon-Saint Exupéry wird von rund 40 Hochgeschwindigkeitszügen täglich bedient. TGV inOui und Ouigo verbinden den Flughafen direkt mit Paris-Gare de Lyon, Marseille, Montpellier, Avignon, Valence und weiteren Städten. Die Fahrzeit nach Paris beträgt rund 2 Stunden.
Bus: Seit September 2025 verkehrt die neue Linie C200 des erweiterten TCL-Netzes zwischen dem Knotenpunkt Vaulx-en-Velin La Soie und dem Flughafen (über Genas). Die Buslinien 47 und 48 verbinden den Flughafen mit dem ÖPNV-Netz. Fernbusse von BlaBlaCar Bus und FlixBus fahren Grenoble (mindestens stündlich), Saint-Étienne und Chambéry an.
Auto: Der Flughafen liegt 25 km östlich des Stadtzentrums von Lyon an der Autobahnausfahrt der A432 (Abfahrten 3, 4 und 5). Von der Alpenstadt Grenoble sind es rund 100 km, von Chambéry 85 km, von Genf 150 km.
Wintersport-Shuttles: In der Skisaison verbinden private Busunternehmen (Altigliss, BenBus, BlaBlaCar) den Flughafen direkt mit Skigebieten wie Val d'Isère, Tignes, Val Thorens, Les Arcs, La Plagne und Méribel.
Parken am Flughafen Lyon: Vom Premium-Stellplatz bis zum Solarcarport
Der Flughafen bietet über 16.000 Parkplätze in mehreren Kategorien – ein differenziertes System, das für jede Reisedauer und jedes Budget eine Option bereithält. Alle offiziellen Parkplätze sind videoüberwacht, eingezäunt und mit automatischer Kennzeichenerkennung ausgestattet.
P0 und P1 (Premium, überdacht)
P2 (Terminal-nah, offen)
P3 (überdacht, Terminal 1)
P4 (Gare TGV, offen)
P5 Eco (Langzeitparken, Shuttle)
P6 Eco (Langzeit, Fußweg)
Solarcarport-Parkplätze: 5.800 Stellplätze auf 14 Hektar sind seit 2025 von Photovoltaik-Überdachungen beschattet – eine der größten Solar-Carport-Anlagen Frankreichs. Wer hier parkt, steht im Schatten und trägt gleichzeitig zur Stromproduktion bei.
Drittanbieter und Voiturier-Services: Neben den offiziellen Parkplätzen gibt es zahlreiche private Parkplatzanbieter mit Shuttle-Service in der Flughafenumgebung. Voiturier-Dienste wie Ector übernehmen das Auto direkt am Terminal und parken es im überdachten P0. Preise beginnen bei privaten Anbietern teils unter 4 € pro Tag.
Vergleich über park-sleep-fly.de: Unser Angebot listet Parkplatzangebote ab 40 € für 7 Tage und ermöglicht den direkten Preis- und Leistungsvergleich zwischen offiziellen und privaten Anbietern – mit kostenfreier Stornierung bis vorm Anreisetag.
Für wen lohnt sich Lyon-Saint Exupéry?
Der Flughafen bedient ein Einzugsgebiet von 8 Millionen Menschen in der gesamten Region Auvergne-Rhône-Alpes – und ist damit weit mehr als ein reiner Lyon-Airport. Er ist relevant für Reisende aus Grenoble, Chambéry, Saint-Étienne, Valence und dem gesamten Rhône-Tal.
Stärken: Breites Low-Cost-Angebot mit easyJet, Transavia und Volotea als wettbewerbsfähige Alternative zu den Pariser Flughäfen, exzellente Anbindung per TGV und Rhônexpress, unschlagbare Lage für Alpen-Wintersport, modernisierte Terminals, und ein differenziertes Parkangebot von Premium bis Eco.
Einschränkung: Lyon ist kein Hub für Umsteigeverbindungen – der Flughafen hat keine airside Transit-Facilities. Wer umsteigen muss, muss die Kontrolle passieren, Gepäck neu aufgeben und erneut durch die Sicherheit. Interkontinentale Verbindungen beschränken sich auf Dubai, Amman, Tel Aviv, Dschidda und saisonal Montreal. Für echte Langstrecke bleibt Paris-CDG die erste Wahl.